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Über das Fach

BWL

Betriebswirte untersuchen, wie Unternehmen funktionieren.
Ein Artikel von Lisa Srikiow. Mitarbeit: Johanna Ritter

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Egal ob Start-up, traditionsreicher Mittelständler oder Großkonzern: Jedes Unternehmen braucht das Know-how von Betriebswirten. Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) untersucht, wie die Abteilungen eines Unternehmens zusammenspielen, wie man Unternehmen steuert und was sie wirtschaftlich erfolgreich macht. Dafür betrachten Betriebswirte auch die Bedingungen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind: Wie viele Konkurrenten gibt es, und welche staatlichen Regelungen muss man beachten? Nicht alles, was später im Firmenalltag wichtig ist, steht auf dem Stundenplan. Doch die Studenten »erwerben Basiskompetenzen, die es ihnen ermöglichen, sich immer wieder in verschiedene Aufgaben eines Unternehmens einzuarbeiten«, sagt Hans Klaus, BWL-Professor an der FH Kiel. In den ersten Semestern bekommen die Studenten einen Überblick über Teilgebiete wie Produktion, Vertrieb, Marketing, Management und Personalwesen. Sie beschäftigen sich mit Buchführung und lernen, wie man einen Jahresabschluss erstellt und richtig liest. Hinzu kommen juristische Grundlagen sowie Mathe und Statistik. Auch ein Einblick in die Volkswirtschaftslehre gehört dazu. In vielen Studiengängen setzt man in der zweiten Hälfte des Studiums Schwerpunkte und konzentriert sich auf ein Teilgebiet, zum Beispiel auf Unternehmensführung oder Steuerwesen. Manchmal sind im Studienplan Praxisphasen vorgesehen. »Aber auch wenn das nicht der Fall ist, kann es sich lohnen, sich für Praktika ein Semester Zeit zu nehmen, um so einen Einblick in den Berufsalltag zu bekommen«, rät Susanne Homölle aus dem Vorstand des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultätentages.

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Von Professoren empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten für ein Studium im Fach BWL

  • Abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Affinität zur Mathematik und mathematische Vorkenntniss
  • Englischkenntnisse
  • Interesse an (betriebs-)wirtschaftlichen Themen / (betriebs-)wirtschaftliches Grundverständnis
  • Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • Internationale / interkulturelle Aufgeschlossenheit, Interesse an internationalen Themen
  • Sozialkompetenz, Empathie, emotionale Intelligenz
  • Teamfähigkeit
  • selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2014/15

Eignung, Hürden, Irrtümer

Wer BWL studiert, sollte neugierig auf alles sein, was einem täglich als Verbraucher begegnet. »Wer sich beim Einkaufen fragt, warum ein Produkt direkt an der Kasse platziert ist, und in der Kneipe grübelt, wie die Getränkepreise zustande kommen, liegt mit BWL richtig«, sagt der Bamberger BWL-Professor Thomas Egner. Gerade in den ersten Semestern muss man viel Stoff bewältigen, sich selbst motivieren und Durchhaltevermögen beweisen. Dafür ist das Fach allerdings auch abwechslungsreich und vielfältig. Um Mathe und Englisch kommt im Studium niemand herum. Außerdem sollte man offen für Neues sein und Kommunikationstalent mitbringen, denn als Betriebswirt muss man im Team arbeiten, Chancen erkennen und andere für seine Produkte und Ideen gewinnen. Für einen Teil der BWL-Studiengänge gibt es einen NC, der je nach Hochschule unterschiedlich ausfällt. Die Spanne ist groß: Manche Hochschulen verlangen eine Eins vor dem Komma, bei anderen reicht ein Dreierschnitt. Es gibt auch zahlreiche BWL-Studiengänge ganz ohne NC.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie steigert ein Unternehmen den Absatz?
  • Wie strukturiert man Gehälter?
  • Wie liest man eine Bilanz?
  • Wo kann sich eine Firma Kapital besorgen?
  • Wie verfasst man einen Businessplan zur Unternehmensgründung?
  • Wie formuliert man eine Strategie für ein Unternehmen – und wie setzt man sie um?
  • Welche steuerlichen Pflichten muss ein Unternehmen erfüllen?
  • Welche digitalen Geschäftsmodelle gibt es?
  • Wie findet man heraus, ob es eine Nachfrage nach einem neuen Produkt gibt?
  • Welche Rechtsform wählt man für welches Unternehmen?
  • Wie kommt es zu Kursschwankungen an der Börse?
  • Wie findet und hält man gute Mitarbeiter?
  • Wie kann man die Qualität von Produkten und Dienstleistungen messen?
  • Wie kann ein Unternehmen erfolgreich sein und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen?

Übrigens

In BWL sind beide Geschlechter etwa gleich stark vertreten: 2014 waren 52 Prozent der Studenten Männer und 48 Prozent Frauen.

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