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Über das Fach

Psychologie

Psychologen erkunden das Erleben und Verhalten von Menschen.
Ein Artikel von Katharina Wagner. Mitarbeit: Cornelia Weber

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Darum geht es

Erfolgserlebnisse und Schicksalsschläge, Stress und Abenteuer: Jeder Mensch erlebt seinen Alltag auf eigene Weise, jeder hat Strategien, mit denen er sein Leben organisiert. Das ist Thema der Psychologie, der Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen. Die Studenten lernen, wie Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Lernen funktionieren, wie Verhalten entsteht und welche Rolle die soziale Umwelt bei alldem spielt. Zum Studium zählen Biologie und Mathe genauso wie soziologische und philosophische Überlegungen. »Die Psychologie arbeitet mit natur-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Methoden. Nur so wird sie der Komplexität der menschlichen Psyche gerecht«, sagt Andrea Abele-Brehm, die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Die ersten Semester drehen sich um die Grundlagenfächer. Dazu zählen die Allgemeine Psychologie, die Sozialpsychologie und die Biologische Psychologie, aber auch die Differenzielle Psychologie, die sich mit Unterschieden zwischen den Menschen beschäftigt, und die Entwicklungspsychologie, bei der es etwa darum geht, wie Kinder lernen. Zum Studium gehört auch methodisches Handwerkszeug: Wie erhebt man Daten, wie wertet man sie aus? Welche Kriterien muss eine Studie erfüllen? Im vierten Semester kommen sogenannte Anwendungsfächer hinzu: Klinische Psychologie sowie Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie stehen überall auf dem Programm. Oft wird Pädagogische Psychologie gelehrt, seltener Gesundheitspsychologie. Man lernt auch, Tests zu entwickeln, etwa zum Selbstwertgefühl. Ein Pflichtpraktikum gehört stets dazu, etwa in einer Klinik, einer Erziehungsberatung, einer Personalabteilung oder einem Forschungsprojekt. Der Masterabschluss ist der Standard. Um als Psychotherapeut zu arbeiten, braucht man zudem eine Weiterbildung, die mindestens drei Jahre dauert und mit hohen Kosten verbunden ist.

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Von Professoren empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten für ein Studium im Fach Psychologie

  • Interesse am Umgang mit Menschen
  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten/Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • Kommunikationsfähigkeit/Sprachkompetenz/Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz/Textverständnis/Freude am Lesen)
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit/kritisches Denken
  • Sozialkompetenz/Empathie/emotionale Intelligenz
  • Abstraktes/logisches/analytisches Denkvermögen
  • Englischkenntnisse

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

Eignung, Hürden, Irrtümer

Beim Stichwort Psychologie denken viele an Psychotherapie. »Die Absolventen arbeiten aber auch in vielen anderen Bereichen, etwa als Schulpsychologen oder Personalentwickler oder in der Konsumentenforschung«, sagt Abele-Brehm. Angehende Psychologen sollten mit Mathe und Statistik klarkommen, auch Englisch sollten sie gut beherrschen. Außerdem brauchen sie ein gutes Verständnis für biologische und physiologische Prozesse im Körper. »Besonders mitfühlend zu sein macht einen dagegen nicht automatisch zu einem besseren Psychologen«, so Abele-Brehm. Die Konkurrenz um Studienplätze ist groß, oft liegt der NC im vorderen Einserbereich.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Was bestimmt die Persönlichkeit?
  • Wie funktioniert das Gehirn?
  • Wie werden Menschen beeinflusst?
  • Was bewirkt das Hormon Testosteron?
  • Was hält eine Gruppe zusammen?
  • Wie kann man Mitarbeiter motivieren?
  • Gibt es kulturelle Unterschiede im Erleben und Verhalten?
  • Welche Therapien helfen bei einem Trauma?
  • Wie funktionieren Lernprozesse?

Übrigens

Die Schweigepflicht gilt nicht nur für Ärzte. Auch Psychologen sind daran gebunden – so steht es im Gesetz.

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