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2019 / 20
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Über das Fach

Informatik studieren

befassen sich mit dem Verarbeiten, Übertragen und Speichern von Daten.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger

Informatik studieren
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Informatik

Darum geht es

Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen – und die steckt heute in fast allen technischen Systemen und dringt in alle Bereiche des Alltags vor. Das wirft auch ethische Fragen auf: Welche Folgen hat es, wenn Maschinen immer schlauer werden? Können Algorithmen Wahlen manipulieren? »Informatiker sind heute nicht mehr schlicht Techniklieferanten«, sagt Norbert Ritter, Professor an der Universität Hamburg und Vorsitzender des Fakultätentags Informatik. Immer wichtiger wird IT-Sicherheit. Wie schützt man Unternehmenswerte und persönliche Daten? Das Sammeln, Speichern, Verwalten und Analysieren von Daten ist eine Mammutaufgabe, denn die Datenmengen werden immer größer (Big Data). Eine mögliche Anwendung ist die Medizin. Die computergestützte Auswertung von Patientendaten soll Diagnosen verbessern. Gemeinsam mit Ingenieuren arbeiten Informatiker am »Internet der Dinge«: Alltagsgegenstände werden mit Computertechnologie verschmolzen, um sie zu »Smart Objects« zu machen, Ampelschaltungen etwa passen sich dem Verkehrsfluss an. Außerdem geht es um »Machine Learning« und künstliche Intelligenz.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Informatik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Offenheit / Aufgeschlossenheit / Neugierde / Innovationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Englischkenntnisse
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So läuft das Studium ab

Mathematik spielt eine große Rolle, daneben geht es um Datenstrukturen, Softwareentwicklung, formale Sprachen und Logik. Die Studierenden lernen, große Datenmengen zu verwalten, aus einer Idee einen Algorithmus zu entwickeln und Informationssysteme so zu bauen, dass diese sicher miteinander kommunizieren. Informatiker arbeiten im Studium häufig in Gruppen und lernen, wie Projektmanagement funktioniert und wie man Ergebnisse präsentiert. Auch später im Berufsleben gilt: Komplexe Softwaresysteme können nicht von einzelnen Personen entwickelt und betrieben werden. In den höheren Semestern wählt man eine Vertiefungsrichtung. Zur Wahl stehen je nach Studiengang und Hochschule Themen wie Datensicherheit, Netzwerktechnik, Internetengineering, Data-Mining oder künstliche Intelligenz. »Das Hochschulwissen reicht aber nur für den Berufseinstieg, danach muss man sich permanent selbst weiterbilden«, sagt Klaus Lang, Professor an der TH Bingen und Vorsitzender des Fachbereichstags Informatik. Ein Teil der Bachelorstudiengänge ist von Anfang an spezialisiert, zum Beispiel auf Bio-Informatik oder Medizininformatik. Da gilt es, genau hinzuschauen, bevor man sich festlegt. Besonders häufig ist der Studiengang Wirtschaftsinformatik.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Kann ein Algorithmus Fake-News enttarnen?
  • Welche Datenschutzgesetze müssen bei einem Projekt beachtet werden?
  • Kann ein Computersystem eigene Entscheidungen treffen?
  • Welche Verfahren zur Qualitätssicherung gibt es bei Softwaresystemen?
  • Wie wird aus einer Lösungsidee ein Algorithmus?
  • Welche ethischen Fragen wirft eine Entwicklung auf?
  • Wie optimiert man die Speicherstruktur einer Datenbank?

Das Fach passt zu dir, wenn...

… du Talent zum abstrakten Denken hast, gut im Team arbeiten kannst und dich in die Perspektive der Anwender hineinversetzen kannst. »Im Berufsleben entwickeln Informatiker Softwarelösungen häufig für Menschen, die wenig von den dahinterliegenden Programm- und Datenkonzepten verstehen«, sagt Klaus Lang. Das geht nur mit Kommunikationstalent und Sozialkompetenz. Für das Studium brauche man Durchhaltevermögen, so Norbert Ritter von der Universität Hamburg. »Mathe empfinden viele als Ballast, manche geben frustriert auf«, sagt er. Seiner Meinung nach oft zu früh, denn: »Mit etwas Biss ist Mathe zu schaffen.« Fast alle Hochschulen bieten Brückenkurse und Tutorien an.

Gibt es einen NC?

Ja, bei rund einem Drittel der Studiengänge. Er liegt in der Regel zwischen Zwei und Drei.

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