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Über das Fach

Informatik

Informatiker befassen sich mit dem Verarbeiten, Übertragen und Speichern von Daten.
Ein Artikel von Meike Fries. Mitarbeit: Oliver Burgard

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Informatik

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Darum geht es

Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen – sie steckt in allen programmierbaren oder internetfähigen Geräten. Prozessoren, Chips und Software sorgen dafür, dass Informationen in Sekunden um die Welt flitzen, Autos und Eisenbahnen selbstständig fahren oder Raumsonden zu fernen Planeten gelenkt werden können. In den ersten Semestern geht es um Grundlagen der Software-Entwicklung, formale Systeme der Informatik wie etwa Logik und Sprache sowie Mathematik. Die Studenten lernen, aus welchen Komponenten sich ein Rechner zusammensetzt, wie man Rechner zu Netzwerken verbindet und wie Datenbanken programmiert werden. Immer wichtiger wird das Thema Big Data (der Umgang mit riesigen Datenmengen) und die Entwicklung von verteilten Datenbanken, die Informationen an verschiedenen Orten sammeln und zugänglich machen. Informatikstudenten beschäftigen sich auch mit Betriebssystemen, Software und Programmier sprachen. Entscheidend dabei ist, dass sie grundlegende Konzepte der Programmierung und des Zusammenspiels von Rechenprozessen begreifen, damit sie sich später selbstständig weitere Programmiersprachen und den Umgang mit neuen Betriebssystemen aneignen können. Informatikstudenten arbeiten viel in Gruppen und lernen dabei auch, wie man Ergebnisse präsentiert. »Die Teamarbeit gibt einen Vorgeschmack auf das Arbeitsleben, denn die Zeiten, in denen Informatiker einsam an ihren Geräten tüftelten, sind lange vorbei«, sagt Ulrich Bühler, Professor an der Hochschule Fulda. In den höheren Semestern wählt man eine Vertiefungsrichtung. Zur Wahl stehen je nach Studiengang und Hochschule zahlreiche Themen wie Datensicherheit, Internet Engineering, Netzwerktechnik, Data Mining oder auch künstliche Intelligenz und Machine Learning. Ein Teil der Bachelorstudiengänge ist von Anfang an spezialisiert, zum Beispiel auf Bioinformatik oder Medieninformatik. Da gilt es, genau hinzuschauen, bevor man sich festlegt. Besonders häufig ist der Studiengang Wirtschaftsinformatik.

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Von Professoren empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten für ein Studium im Fach Informatik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Offenheit / Aufgeschlossenheit / Neugierde / Innovationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Englischkenntnisse

Eignung, Hürden, Irrtümer

Viele Studienanfänger glauben, Programmierkenntnisse seien entscheidend. Irrtum! »Es ist weder erforderlich, sich vorher mit Java, Linux oder Webdesign auszukennen, noch reichen solche Kenntnisse aus, um das Studium zu schaffen«, sagt Günter Schäfer, Professor an der Technischen Universität Ilmenau. »Programmierexperimente vor dem Studium können einem aber dabei helfen, herauszufinden, ob Informatik für einen das richtige Fach ist.« Wichtig ist vor allem ein hohes Abstraktionsund Durchhaltevermögen. Informatiker brauchen außerdem Kommunikationstalent und Verständnis für die Perspektive der Anwender, denn später arbeiten sie häufig mit Menschen zusammen, die wenig von Technik verstehen. »Im Berufsleben verbringen Informatiker meist nicht mehr Zeit vor dem Bildschirm als andere Akademiker auch«, sagt Professor Ulrich Bühler. Außerdem sei Teamgeist gefragt, ergänzt sein Kollege Günter Schäfer: »Moderne Softwarepakete sind so komplex, dass man sie nur im Team entwickeln kann.« Für Informatik kann man sich meist direkt einschreiben. Wo es einen Numerus clausus gibt, liegt er in der Regel bei Zwei oder Drei.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie löst man ein Problem mithilfe von Algorithmen?
  • Wie transportiert das Internet Daten?
  • Welche Verfahren zur Qualitätssicherung gibt es bei Softwaresystemen?
  • Wie entwickelt man intelligente Maschinen?
  • Wie können sich Internetnutzer davor schützen, dass sensible Daten und Passwörter gestohlen werden?
  • Wie entwickelt man einen Cloud-basierten Webservice?
  • Wie optimiert man die Speicherstruktur einer Datenbank?
  • Wie entwickelt man einen cloudbasierten Webservice?

Übrigens

Der erste Computervirus für PCs nannte sich (c)Brain und verbreitete sich über Disketten. Entdeckt wurde er im Januar 1986.

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