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Über das Fach

Informatik studieren

Die Informatik beschäftigt sich mit dem Verarbeiten, Übertragen und Speichern von Daten.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger. Mitarbeit: Gabriele Meister

Informatik studieren
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Informatik

Darum geht es

Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen – und die dringt in alle Bereiche des Lebens vor. Das wirft auch ethische Fragen auf: Welche Folgen hat es, wenn Maschinen immer schlauer werden? Sind Algorithmen in der Lage, Wahlen zu manipulieren? »In der Informatik entwickelt man digitale Technologien. Dabei muss man sich fragen, wann und wie man sie einsetzt, denn das hat weitreichende Folgen für die Gesellschaft«, sagt Norbert Ritter, Professor an der Universität Hamburg und Vorsitzender des Fakultätentags Informatik. Immer wichtiger wird IT-Sicherheit. Wie schützt man Unternehmenswerte und persönliche Daten? Das Sammeln, Speichern, Verwalten und Analysieren von Daten ist eine Mammutaufgabe, denn die Datenmengen werden immer größer (Big Data). Eine mögliche Anwendung ist die Medizin. Die computergestützte Auswertung von Patientendaten soll Diagnosen verbessern. Gemeinsam mit Ingenieuren arbeiten Informatiker am »Internet der Dinge«: Alltagsgegenstände werden mit Computertechnologie verbunden, um sie zu »Smart Objects« zu machen, Ampelschaltungen etwa passen sich dem Verkehrsfluss an. Außerdem geht es um »Machine Learning« und künstliche Intelligenz, zum Beispiel bei Sprachsteuerungen.

Weiterführende Informationen
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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Informatik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Offenheit / Aufgeschlossenheit / Neugierde / Innovationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Englischkenntnisse
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So läuft das Studium ab

Mathematik spielt eine große Rolle, daneben geht es um Datenstrukturen, Softwareentwicklung, formale Computersprachen und Logik. Die Studierenden lernen, große Datenmengen zu verwalten, aus einer Idee einen Algorithmus zu entwickeln und Informationssysteme so zu bauen, dass diese sicher miteinander kommunizieren. Informatiker arbeiten im Studium häufig in Gruppen und lernen, wie Projektmanagement funktioniert und wie man Ergebnisse präsentiert. Manche Unis unterstützen Start-up-Gründungen. Auch später im Berufsleben gilt: Komplexe Softwaresysteme können nicht von einzelnen Personen entwickelt und betrieben werden. In den höheren Semestern kann man eigene Schwerpunkte setzen. Zur Wahl stehen je nach Studiengang und Hochschule Themen wie Datensicherheit, Kommunikationssysteme, Internet-Engineering oder Data Science. »Das Hochschulwissen reicht aber nur für den Berufseinstieg. Es gibt immer wieder neue Programmiersprachen und Verfahrensweisen, die man lernen muss«, sagt Klaus Lang, Professor an der TH Bingen und Vorsitzender des Fachbereichstags Informatik. Ein Teil der Bachelorstudiengänge ist von Anfang an spezialisiert, zum Beispiel auf Bioinformatik oder Medizininformatik. Da gilt es, genau hinzuschauen, bevor man sich festlegt. Besonders häufig ist der Studiengang Wirtschaftsinformatik. Wer Informatik auf Lehramt studieren möchte, muss in der Regel ein zweites Fach und Didaktik belegen.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie kann ein Computer automatisch einen Wetterbericht erstellen?
  • Welche Datenschutzgesetze müssen bei einem Projekt beachtet werden?
  • Kann ein Computersystem eigene Entscheidungen treffen?
  • Wie wird aus einer Lösungsidee ein Algorithmus?
  • Welche Verfahren zur Qualitätssicherung gibt es bei Softwaresystemen?
  • In welcher Form ist der Einsatz von Algorithmen bei der Vergabe von Krediten ethisch vertretbar?

Das Fach passt zu dir, wenn...

… du Talent zum abstrakten Denken hast, gut im Team arbeitest und dich in die Perspektive der Anwender hineinversetzen kannst. »Im Berufsleben entwickeln Informatiker Softwarelösungen häufig für Menschen, die wenig von den dahinterliegenden Programm- und Datenkonzepten verstehen«, sagt Klaus Lang. Das geht nur mit Kommunikationstalent und Sozialkompetenz. Für das Studium brauche man Durchhaltevermögen, so Norbert Ritter von der Universität Hamburg. Bei rund einem Drittel der Studiengänge gibt es einen Numerus clausus. Er liegt in der Regel zwischen Zwei und Drei.

Gibt es einen NC?

Ja, bei rund einem Drittel der Studiengänge. Er liegt in der Regel zwischen Zwei und Drei.

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