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Über das Fach

Informatik studieren?

Die Informatik beschäftigt sich mit dem Verarbeiten, Übertragen und Speichern von Daten.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger. Mitarbeit: Christian Heinrich

Informatik studieren?
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Informatik

Darum geht es

Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen. Sie steckt überall in unserem Alltag. Mal ganz offensichtlich, wenn wir zum Beispiel von zu Hause aus an Videocalls teilnehmen, mal eher versteckt, wenn Autos energiesparend bremsen oder das Rennrad von selbst einen Gang runterschaltet. Die zunehmende Digitalisierung als Folge der Corona-Pandemie hat dem Fach einen weiteren Schub gegeben. »Die Cloud, Videokonferenzen, Telemedizin – fast alles, was als Reaktion auf die Pandemie befördert wurde, hängt mit Informatik zusammen«, sagt Klaus Lang, Professor an der TH Bingen und Vorsitzender des Fachbereichstags Informatik. Die Entwicklung wirft auch ethische Fragen auf: Welche Folgen hat es für uns als Gesellschaft, wenn Maschinen immer schlauer werden? IT-Sicherheit gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Ein weiteres Thema ist Big Data. Indem man enorme Datenmengen analysiert, versucht man Muster zu entdecken, zum Beispiel in der Medizin. Außerdem arbeiten Informatiker gemeinsam mit Ingenieuren daran, Alltagsgegenstände zu »Smart Objects« zu machen. Ampelschaltungen etwa passen sich dem Verkehrsfluss an. Das heiß diskutierte Thema künstliche Intelligenz ist oft ein fester Bestandteil des Studiums. Dabei geht es um Computerprogramme, die selbstständig komplexe Entscheidungen treffen und im Idealfall bei jeder Entscheidung dazulernen.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Informatik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Offenheit / Aufgeschlossenheit / Neugierde / Innovationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Englischkenntnisse
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So läuft das Studium ab

Wichtige Themen sind unter anderem die Softwareentwicklung, aber auch die Organisation von Daten, Programmiersprachen und Logik. Die Studierenden lernen zum Beispiel, große Datenmengen zu verwalten, aus einer Idee einen Algorithmus zu entwickeln und Informationssysteme so zu bauen, dass diese sicher miteinander kommunizieren. Oft machen sie das auch gemeinsam in der Gruppe. Dabei üben sie gleich mit für die Zukunft, wie Projektmanagement funktioniert und wie man Ergebnisse präsentieren kann. In den höheren Semestern setzt man Schwerpunkte, zum Beispiel auf Datensicherheit, Kommunikationssysteme, Internet-Engineering oder Data Science. Manche Hochschulen unterstützen Start-up-Gründungen, indem sie beraten oder Räume zur Verfügung stellen. Ein Teil der Bachelorstudiengänge ist von Anfang an spezialisiert, beispielsweise auf Bioinformatik oder auf Medizininformatik. Besonders beliebt ist der Studiengang Wirtschaftsinformatik. Wer später unterrichten und daher Informatik auf Lehramt studieren möchte, muss in der Regel ein zweites Fach und Didaktik belegen.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie wird aus einer Lösungsidee für ein Problem ein Algorithmus?
  • Wie kann man die Qualität von Softwaresystemen sicherstellen?
  • Wie kann ein Computer automatisch einen Wetterbericht erstellen?
  • Welche Datenschutzgesetze müssen bei einem Projekt beachtet werden?
  • Wie lernen Computerprogramme, sich selbst zu verbessern?
  • In welcher Form ist der Einsatz von Algorithmen bei der Vergabe von Krediten ethisch vertretbar?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du Talent zum abstrakten Denken hast, gut im Team arbeitest und dich in die Perspektive von Menschen hineinversetzen kannst, die sich mit IT nicht so gut auskennen. »Als Informatikerin muss ich heute bei vielem von Anfang an aus der Perspektive des Nutzers denken und eine möglichst intuitive Bedienung einplanen«, sagt Barbara Paech, Informatikprofessorin an der Universität Heidelberg und Vorsitzende der Studienkommission des Fakultätentags Informatik. Ohne Kommunikationstalent und Sozialkompetenz geht es nicht. Sehr wichtig für Informatikstudierende ist auch Interesse an und Verständnis für Mathematik. In der Schule sollte man in Mathe zu den Besseren gehört haben.

Gibt es einen NC?

Einen NC gibt es nur bei rund einem Drittel der Studiengänge. Er liegt in der Regel zwischen Zwei und Drei.

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