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Maschinenbau, Material- / Werkstoff- und Prozessingenieurwesen studieren

Maschinenbau dreht sich um das Konstruieren und Instandhalten von Maschinen und Anlagen.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger. Mitarbeit: Gabriele Meister.

Maschinenbau, Material- / Werkstoff- und Prozessingenieurwesen studieren
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Maschinenbau, Material- / Werkstoff- und Prozessingenieurwesen

Darum geht es

Wie kommunizieren Maschinen eigenständig untereinander? Was nach Science-Fiction klingt, ist für Maschinenbauer heute schon Alltag. Industrie 4.0 heißt das Schlagwort. Maschinen werden so konzipiert, dass sie Informationen sammeln, auswerten, von diesen lernen oder eben dass diese miteinander »sprechen«. Das können Maschinen in der Landwirtschaft sein oder winzige Geräte in der Medizintechnik. »Reine Mechanik gibt es kaum noch, sogar Rennräder können elektronische Gangschaltungen haben. Das reale Produkt – und damit auch die Mechanik – steht im Vordergrund, das macht den Unterschied zur Informatik und Elektrotechnik aus«, sagt Moniko Greif, Professorin an der Hochschule RheinMain und Vorsitzende des Fachbereichstags Maschinenbau. Absolventen konstruieren nach den Anforderungen des Kunden ein Produkt, wählen dafür Werkstoffe aus und übernehmen die Fertigung. Auch die spätere Entsorgung müssen sie dabei mitbedenken. »Die Endlichkeit unserer Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung«, sagt Elmar Moritzer, Professor an der Universität Paderborn sowie Vorsitzender des Fakultätentags für Maschinenbau und Verfahrenstechnik.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Maschinenbau, Material- / Werkstoff- und Prozessingenieurwesen

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • räumliches Vorstellungsvermögen / räumliches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17.

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So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern geht es vor allem um die Grundlagen, neben Mathe auch Physik, Elektrotechnik und Informatik, sowie um Technische Mechanik, Werkstofftechnik, Fertigungstechnik, Konstruktion und BWL. Später ist auch Projektmanagement Teil des Studiums. An den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) stehen praktische Übungen teils schon im ersten Semester auf dem Stundenplan, an den Unis kommen diese etwas später. Klassisch ist zum Beispiel der »Zugversuch«, bei dem man misst, wann Stäbe aus Stahl oder Aluminium reißen. »So bekommt man ein gutes Gefühl dafür, welcher Werkstoff sich wie verhält«, sagt Moniko Greif. Auch wirtschaftliche und rechtliche Themen wie Arbeitsschutz spielen im Studium eine Rolle. An HAWs gibt es innerhalb des Studiums ein mehrwöchiges Praktikum, bei siebensemestrigen Studiengängen ein ganzes Praxissemester. Dabei arbeiten die Studierenden in der Industrie, etwa in der Entwicklung oder der Produktion. Manche Hochschulen verlangen bereits bei der Einschreibung den Nachweis eines Vorpraktikums. Einen Eindruck von der Berufspraxis vermittelt die Anwendung von CAD (Computer-Aided Design). Damit entwerfen die Studierenden Maschinenteile in 3-D. Später lernen sie, ganze Maschinen am Rechner zu simulieren und zu konstruieren. In den höheren Semestern können sie sich klassischerweise auf Produktentwicklung, Energietechnik oder Produktionstechnik spezialisieren. Immer wichtiger werden Kombinationsrichtungen wie zum Beispiel Kunststoffverfahrenstechnik oder Medizintechnik.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Welches Herstellungsverfahren sollte gewählt werden, sodass die Fertigung technisch sinnvoll ist?
  • Welche wirtschaftlichen Aspekte muss man dabei beachten?
  • Wie modelliert man Bauteile am Computer?
  • Was sind Methoden des systematischen Konstruierens?
  • Welche verschiedenen Formen der Reibung gibt es, und wie bestimmt man sie?
  • Wie kann man den Energieverbrauch in der Fertigung noch weiter reduzieren?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du Spaß daran hast, neue Produkte zu entwickeln und gern im Team arbeitest. Gute Vorkenntnisse in Mathe und Physik erleichtern den Start. In den ersten Semestern muss man neben Mathe auch mit Thermodynamik und Technischer Mechanik klarkommen. »Am besten sucht man sich von Anfang an eine Lerngruppe«, sagt Elmar Moritzer. Neben technischem Verständnis ist abstraktes Denken gefragt, etwa um den Druckverlust einer Turbine zu berechnen, sowie Sorgfalt bei Konstruktion und Dokumentation.

Gibt es einen NC?

Rund ein Drittel der Studiengänge ist mit einem NC, oft um die Drei, belegt.

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