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Über das Fach

Mechatronik studieren

Mechatronik-Ingenieure sind technische Generalisten, die sich mit Maschinenbau, E-Technik und Informatik auskennen.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger

Mechatronik studieren
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Mechatronik

Darum geht es

Wenn der fliegende Roboter Cimon den deutschen Astronauten Alexander Gerst auf der Raumstation ISS unterstützt, steckt Mechatronik dahinter. Wenn Autos vor einem Hindernis automatisch abbremsen, ebenfalls. Man spricht immer dann davon, wenn Mechanik, Elektronik und Informatik aufeinander abgestimmt eingesetzt werden. Mechatronik-Ingenieure verändern aber nicht nur Maschinen, sondern durch den Einsatz immer leistungsfähigerer Sensoren, Rechner und Roboter auch ganze Produktionsmethoden, etwa bei der Entwicklung von »Smart Factorys«. In der Fabrik der Zukunft sollen Mensch und Roboter eng zusammenarbeiten (Stichwort Industrie 4.0). Bisher ist das nicht möglich, Großroboter reagieren noch nicht intuitiv genug, die Gefahr, dass sie Menschen verletzen, ist zu hoch. Mechatronikingenieure wollen das ändern und müssen sich deshalb auch mit ethischen Fragen auseinandersetzen, zum Beispiel: Wann ist ein Roboter sicher genug? Was dürfen Maschinen eigenständig entscheiden? Weitere aktuelle Themen sind Big Data und der Einsatz von Technik für die IT-Sicherheit.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Mechatronik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
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So läuft das Studium ab

»Mechatronikingenieure sind die Allrounder unter den Ingenieuren«, sagt Rolf Biesenbach, Professor an der Hochschule Bochum und Vorsitzender des Fachbereichstags Mechatronik. Das Studium der technischen Generalisten ist deshalb breit aufgestellt. Um drei Disziplinen geht es fächerübergreifend: Mechanik, Elektronik und Informatik. Zu Beginn lernen die Studierenden die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen aus Mathematik und Physik. »Hapert es an Verständnis in diesen Fächern, wird Neues weder verstanden, noch kann es bewertet werden. Dies wiederum macht richtige Entscheidungen unmöglich«, sagt Biesenbach. Zusätzlich stehen Einführungsveranstaltungen zur Elektrotechnik und Informatik auf dem Stundenplan. Am Computer lernen sie, Produktionssysteme per Software zu entwickeln. In höheren Semestern folgen Projektarbeiten. Dabei entwerfen die Studierenden Simulationen am Computer und testen diese so lange, bis ihre Idee zu einem funktionierenden Produkt wird. Ab dem vierten, fünften Semester wählen sie meist eine Vertiefungsrichtung. Bei Automation etwa geht es um automatische Produktions-, Messoder Prüfvorgänge, bei Automotive zum Beispiel um Fahrerassistenz- und Bremssysteme. Weil die Schwerpunkte je nach Hochschule sehr unterschiedlich sind, sollte man sich vorher gut darüber informieren. Fast überall sind längere Praxisphasen integriert. Dabei sammeln die Studierenden Erfahrungen in der Industrie und schreiben oft auch ihre Abschlussarbeit bei einem Unternehmen.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie lässt sich die Bedienung von Maschinen intuitiver gestalten?
  • Wie kommunizieren Maschinen eigenständig miteinander?
  • Welche Materialien sind ressourcenschonend?
  • Wie sieht die Fabrik der Zukunft aus?
  • Mit welchen Energiequellen lässt sich ein Roboter antreiben?
  • Wie wird aus einer Idee eine Computersimulation?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du schon als Schüler Spaß an physikalischen oder technischen Aufgabenstellungen hattest. Außerdem solltest du gern im Team arbeiten und ein gutes Verständnis für komplexe Zusammenhänge haben. Für das Studium braucht man Disziplin und Durchhaltevermögen, die Masse des Stoffs lässt manche kämpfen. »Wie auch in anderen Ingenieurstudiengängen ist eine 40-Stunden-Woche in Mechatronik normal«, sagt Biesenbach. Statt Praxis von Anfang an werden zunächst die Grundlagen gelehrt, allen voran Mathe und Physik. Den Start erleichtern Tutorien und Lerngruppen.

Gibt es einen NC?

Nur rund ein Viertel der Studiengänge hat einen NC. Dieser liegt meistens bei Zwei oder Drei.

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