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2019 / 20
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Über das Fach

Wirtschaftsinformatik studieren

Wirtschaftsinformatiker gestalten die Digitalisierung der Wirtschaft.
Ein Artikel von Maria Retter

Wirtschaftsinformatik studieren
Rankingergebnisse für
Wirtschaftsinformatik

Darum geht es

Ob es darum geht, die Produktion intelligent zu steigern, aus Datensätzen Wissen zu gewinnen oder smarte Produkte auf den Markt zu bringen: Wirtschaftsinformatiker sorgen dafür, dass die Informationstechnologie ein Unternehmen gut unterstützt, und entwickeln dafür digitale Geschäftsmodelle. Künftig wird es noch mehr darum gehen, Datenbestände auszuwerten und digitale Systeme zu bauen, die den Menschen in seiner Arbeit unterstützen können. »Daten sind wie Rohöl – erst durch den Verarbeitungsprozess werden sie wertvoll«, sagt Jan Marco Leimeister, Professor für Wirtschaftsinformatik an den Unis Kassel und St. Gallen sowie Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission Wirtschaftsinformatik im Verband der Hochschullehrer für BWL. In immer mehr Unternehmen gibt es außerdem einen »Chief Digital Officer (CDO)«. In Wirtschaftsinformatik ist der Frauenanteil von allen großen Wirtschaftsfächern am geringsten: Nur knapp 21 Prozent sind Frauen.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Wirtschaftsinformatik

  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen)
  • Interesse an (betriebs-)wirtschaftlichen Themen / (betriebs-)wirtschaftliches Grundverständnis
  • Interesse am / Bereitschaft zum interdisziplinären Arbeiten
  • Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
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So läuft das Studium ab

So läuft das Studium ab In den ersten Semestern beschäftigen sich die Studierenden unter anderem damit, wie man Probleme mithilfe von Modellen beschreibt und durch Algorithmen löst, aber auch mit Grundlagen in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Mathematik und Statistik. Sie lernen Programmiersprachen und wie man Software nutzt, von der Planung bis hin zur Einführung in einem Unternehmen. Studiengänge für Wirtschaftsinformatik können an der Fakultät für Informatik oder der Fakultät für BWL untergebracht sein, was die Kultur des Studiengangs beeinflusst.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie kann man gute digitale Arbeit in und für Unternehmen gestalten?
  • Welche Abteilungen sind an einem neuen Prozess beteiligt?
  • Wie nehmen Mitarbeiter IT-Lösungen an?
  • Wie entwickelt man eine App, und wie bringt man sie erfolgreich auf den Markt?
  • Wie ist man am Markt mit digitalen Geschäftsmodellen erfolgreich?
  • Wie sieht der digitale Arbeitsplatz der Zukunft aus?
  • Wie lassen sich Abläufe im Unternehmen mithilfe von IT verbessern?
  • Wie gewinnt man aus einer großen Datenmenge verwertbare Informationen?
  • Wie schützt man persönliche Daten?
  • Welche Software passt zu welcher Art von Unternehmen, und wie implantiert man sie am besten?

Das Fach passt zu dir, wenn...

… »du vorausschauend arbeitest, IT und Digitales auf die Probleme von morgen anwenden möchtest und Dinge gerne selbst umsetzt«, sagt Leimeister. Außerdem sollte man Spaß am Ausprobieren haben. Gutes mathematisches Verständnis, Organisations- und Kommunikationsstärke sind weitere gute Voraussetzungen. Ein Irrtum wäre es, zu glauben, dass sich ein Wirtschaftsinformatiker nur auf technische Probleme spezialisiert. Besonders bei der Implementierung neuer Systeme und Programme sind Wirtschaftsinformatiker gefordert, die Mitarbeiter einzuarbeiten und sie auf die Umstellung der Arbeitsabläufe vorzubereiten. Am Anfang des Studiums muss man noch nicht programmieren können. Die größte Hürde in den ersten Semestern ist, dass vor allem im Bereich Informatik, Technologie und Mathematik viel Neues auf die Studierenden zukommt, sagt Leimeister. »Unterstützungsangebote der Hochschulen, wie zum Beispiel Vorkurse, sollte man nutzen«, rät er. Außerdem ist es sinnvoll, sich die Studienpläne der jeweiligen Hochschule im Detail anzusehen: Die beiden Teilgebiete Informationswissenschaft und BWL sind manchmal unterschiedlich gewichtet. Studiengänge mit einem Schwerpunkt in BWL sind meist an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften angesiedelt.

Gibt es einen NC?

Rund 40 Prozent der Studiengänge haben einen Numerus clausus. Häufig liegt der NC zwischen 1,5 und 2,5. Manchmal werden auch Auswahlverfahren mit Tests und Interviews veranstaltet.

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