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Über das Fach

Wirtschaftsinformatik

Wirtschaftsinformatiker gestalten die Digitalisierung der Wirtschaft.
Ein Artikel von Lisa Srikiow. Mitarbeit: Katja Bosse

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Wirtschaftsinformatik

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Darum geht es

Egal ob es darum geht, Logistik-Ketten zu optimieren, die Produktion intelligent zu steuern, aus Datenbeständen Wissen zu generieren oder neue Vertriebskanäle zu entwickeln – Wirtschaftsinformatiker sorgen dafür, dass die Informationstechnologie ein Unternehmen an den richtigen Stellen unterstützt. In den ersten Semestern beschäftigen sich die Studenten unter anderem damit, wie man Probleme mithilfe von Modellen beschreibt und durch Algorithmen löst, aber auch mit Grundlagen in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Mathematik und Statistik. Sie lernen Programmiersprachen und wie man wichtige Software wie zum Beispiel SAP nutzt – von der Planung bis zur Einführung beim Unternehmen. »Auch aktuell stark diskutierte Themen wie Big Data, Augmented Reality, Datensicherheit und Robotik werden schon im Bachelorstudium behandelt«, sagt Wolf Rauch, Professor an der Universität Graz und Vorstandsmitglied des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultätentags. Ein typisches Fach für Wirtschaftsinformatiker ist das Prozessmanagement, bei dem vom Auftrag bis zur Lieferung Abläufe mithilfe der IT optimiert werden. Dafür braucht man neben technischem Wissen auch Verständnis für organisatorische Zusammenhänge: Welche Abteilungen sind an einem Prozess beteiligt? Wie nehmen die Mitarbeiter neue IT-Lösungen an? In den beiden letzten Semestern des Bachelorstudiums können die Studenten eigene Schwerpunkte wählen, zum Beispiel Produktion und Logistik, Informationsmanagement, E-Business, Gesundheitsinformatik, Medieninformatik oder Consulting. Was genau zur Auswahl steht, hängt von der Hochschule ab. Um sich beruflich zu orientieren, sind Praktika hilfreich. Viele Hochschulen arbeiten auch mit Unternehmen zusammen, zum Beispiel bei Forschungsprojekten und Exkursionen.

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Von Professoren empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten für ein Studium im Fach Wirtschaftsinformatik

  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen)
  • Interesse an (betriebs-)wirtschaftlichen Themen / (betriebs-)wirtschaftliches Grundverständnis
  • Interesse am / Bereitschaft zum interdisziplinären Arbeiten
  • Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Eignung, Hürden, Irrtümer

Anders als viele erwarten muss man zu Studienbeginn noch nicht programmieren können. Sehr wichtig sind dagegen analytisches Denken sowie gute Kenntnisse in Mathematik und Statistik. »Die Brückenkurse an den Hochschulen sollte man daher unbedingt nutzen«, sagt Wolf Rauch. Im Beruf müssen Wirtschaftsinformatiker Konzepte präsentieren und diskutieren. Häufig erarbeiten sie diese in Teams mit Mitgliedern aus verschiedenen Unternehmensbereichen und Ländern. Kommunikationsgeschick ist deshalb nützlich, auch Englisch sollte man gut beherrschen. Wirtschaftsinformatiker müssen sich zudem in die Anwender hineinversetzen können, um die Technik benutzerfreundlich zu gestalten. An rund der Hälfte der Hochschulen gibt es für Wirtschaftsinformatik einen Numerus clausus, der oft im Zweierbereich liegt.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie lassen sich Abläufe im Unternehmen mithilfe von IT verbessern?
  • Wann ist es für ein Unternehmen sinnvoll, eine Cloud zu nutzen?
  • Wie entwickelt man eine App?
  • Wie gewinnt man aus einer großen Datenmenge verwertbare Informationen?
  • Wie sieht der digitale Arbeitsplatz der Zukunft aus?
  • Wie schützt man persönliche Daten?
  • Welche Auswirkungen hätte ein Cyberwar auf mein Unternehmen?
  • Welche Software passt zu welcher Art von Unternehmen, und wie implementiert man sie am besten?
  • Wie ist man am Markt mit digitalen Geschäftsmodellen erfolgreich?
  • Welche ethischen Konsequenzen hat ein autonomes Fahrzeug?

Übrigens

Als App-Entwickler hat man derzeit gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auf Stellenbörsen sind viele Jobs ausgeschrieben.

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