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Über das Fach

Wirtschaftsinformatik studieren

Die Wirtschaftsinformatik gestaltet die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft.
Ein Artikel von Maria Retter. Mitarbeit: Christian Heinrich

Wirtschaftsinformatik studieren
Rankingergebnisse für
Wirtschaftsinformatik

Darum geht es

Produktion intelligent steuern, aus Daten Wissen gewinnen oder über Apps smart vernetzte Produkte wie Elektroroller auf den Markt bringen: Wirtschaftsinformatiker sorgen dafür, dass die Informationstechnologie (IT) sowohl bestehende Geschäftsprozesse unterstützt als auch neue Abläufe und digitale Dienstleistungen sowie Geschäftsmodelle erst möglich macht. »Die Wirtschaftsinformatik steuert die Digitalisierung der Gesellschaft und des Lebens unter ökonomischen Gesichtspunkten«, sagt Rainer Alt, Wirtschaftsinformatikprofessor an der Universität Leipzig und Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission Wirtschaftsinformatik im VHB. Wirtschaftsinformatiker bilden im Unternehmen häufig eine Art Brücke zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Wirtschaftsinformatik

  • Abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen (88 %)
  • Interesse an (betriebs-)wirtschaftlichen Themen / (betriebs-)wirtschaftliches Grundverständnis (61 %)
  • Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft (54 %)
  • Selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium (53 %)
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken (47 %)
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis (42 %)
  • Teamfähigkeit (39 %)
  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse (38 %)
  • Interesse am / Bereitschaft zum interdisziplinären Arbeiten (37 %)
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen (36 %)

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2020/2021. Prozentangaben in Klammern: Anteil der befragten Professor(inn)en, die die jeweilige Voraussetzung genannt haben.

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So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern beschäftigen sich die Studierenden unter anderem damit, wie man Probleme mithilfe von Modellen beschreibt und durch Algorithmen löst. Zugleich stehen die Grundlagen der Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Mathematik und Statistik auf dem Stundenplan. Die Studierenden lernen Programmiersprachen kennen und erfahren, wie man Software nutzt, von der Planung bis hin zur Einführung in einem Unternehmen. Studiengänge für Wirtschaftsinformatik können an der Fakultät für Informatik oder der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften angesiedelt sein.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • In welchen Bereichen kann ein Unternehmen künstliche Intelligenz einsetzen?
  • Wie schützt man persönliche Daten?
  • Wie lässt sich digitale Arbeit in und für Unternehmen gestalten?
  • Wie erreicht man, dass Mitarbeiter neue IT- Lösungen nutzen?
  • Wie können Unternehmen Apps entwickeln und erfolgreich auf den Markt bringen?
  • Wie kommen Produktbewertungen auf digitalen Marktplätzen zustande, und inwiefern beeinflussen sie Kaufentscheidungen?
  • Wie funktioniert die Plattformökonomie?
  • Wie muss ein Geschäftsprozess gestaltet sein, damit bei einer Bestellung im Online-Shop die Lieferung der Artikel noch am gleichen Tag erfolgen kann?
  • Welche Software passt zu welcher Art von Unternehmen, und wie implementiert man sie am besten?
  • Wie verändert die Digitalisierung Geschäftsmodelle und die Gesellschaft?

Das Fach passt zu dir, wenn...

… »du technologisches Verständnis hast und ein Interesse an der Digitalisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft mitbringst«, sagt Alt. Außerdem sollte man Spaß am Ausprobieren haben, denn die am Computer ausgedachten Modelle und Ideen müssen sich in der Praxis beweisen, etwa wenn eine neue Abrechnungssoftware im Unternehmen implementiert wird. Mathematisches Verständnis, Organisations- und Kommunikationsstärke sind weitere gute Voraussetzungen. Ein Irrtum wäre es, zu glauben, dass sich Wirtschaftsinformatiker nur auf technische Probleme spezialisieren. Besonders bei der Konzeption, Auswahl und Implementierung neuer Systeme und Programme sind sie gefordert. Am Anfang des Studiums sind Programmierkenntnisse zwar nicht erforderlich, man muss sich jedoch eine Menge Stoff in Informatik, Technologie und Mathematik aneignen. Es ist sinnvoll, sich die Studienpläne der jeweiligen Hochschule im Detail anzusehen, bevor man sich für eine entscheidet, denn die beiden Teilgebiete Informationstechnologie und Betriebswirtschaft sind manchmal unterschiedlich gewichtet. Studiengänge mit einem Schwerpunkt in BWL gehören meist einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an, Studiengänge mit Schwerpunkt Informatik sind meist an einer Fakultät für Informatik oder Mathematik angesiedelt.

Gibt es einen NC?

Ungefähr 40 Prozent der Studiengänge haben einen Numerus clausus, der häufig zwischen 1,5 und 2,5 liegt. Manchmal führen die Hochschulen auch Auswahlverfahren mit Tests und Interviews durch.