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BWL studieren

In BWL geht es darum, wie Unternehmen funktionieren.
Ein Artikel von Maria Retter. Mitarbeit: Christian Heinrich.

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Darum geht es

In BWL lernt man, wie Abteilungen und Abläufe in einem Unternehmen zusammenspielen, wie man Unternehmen steuert und was sie erfolgreich macht. Ein Betriebswirt versucht zum Beispiel, bei der Produktion Kosten zu sparen, wenn das Unternehmen zu wenig Gewinn macht. Von Betriebswirten wird erwartet, dass sie mit Veränderungen umgehen können und ein gutes Verständnis der Geschäftsprozesse haben. Besonders weil diese durch die Digitalisierung verändert werden, etwa wenn Mitarbeiter an verschiedenen Standorten am selben Projekt arbeiten. Alle Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) und mittlerweile auch einige Universitäten schreiben im Bachelorstudium Praxisphasen von drei bis sechs Monaten vor. Meist absolvieren die Studierenden sie in den höheren Semestern. Manche nehmen sich dafür auch ein Urlaubssemester. »Praktika sind sinnvoll, um einen Einblick in den Berufsalltag zu bekommen. Das gibt zusätzliche Motivation für das Studium«, sagt Susanne Homölle, Professorin an der Uni Rostock und Vorsitzende des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultätentags. In BWL ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ausgeglichen: 50 Prozent der Studierenden sind Frauen.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach BWL

  • Interesse an (betriebs-)wirtschaftlichen Themen / (betriebs-)wirtschaftliches Grundverständnis (77 %)
  • Abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen (77 %)
  • Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft (54 %)
  • Selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium (53 %)
  • Argumentations- / Diskussionsfähigkeit (45 %)
  • Englischkenntnisse (44 %)
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken (42 %)
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken (40 %)
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen (36 %)
  • Teamfähigkeit (34 %)
  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse (34 %)
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (34 %)

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2020/2021. Prozentangaben in Klammern: Anteil der befragten Professor(inn)en, die die jeweilige Voraussetzung genannt haben.

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So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern bekommen die Studierenden einen Überblick über die Steuerung von Unternehmen, etwa in den Bereichen Produktion, Vertrieb, Marketing oder Personalwesen. Sie beschäftigen sich mit Buchführung und lernen, wie man einen Jahresabschluss erstellt und liest. Hinzu kommen juristische Grundlagen, Mathe, Statistik, Informatik und ein Einblick in die Volkswirtschaftslehre. Es folgt praxisorientiertes Lernen durch Fallstudien, Gruppenarbeiten und Projekte, etwa das Erstellen eines Vertriebskonzepts für ein reales Unternehmen. An vielen Hochschulen setzt man in höheren Semestern eigene Schwerpunkte und konzentriert sich auf ein Teilgebiet wie Personalmanagement, Marketing oder Finanzen.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie lässt sich ein Produkt günstig herstellen?
  • Wofür soll das Unternehmen Geld investieren?
  • Was bringt Werbung im Internet oder durch Social Media?
  • Wie kann man Daten und IT nutzen, um Geschäftsprozesse zu verbessern?
  • Wie verändern Fintechs die traditionelle Banken- und Versicherungslandschaft?
  • Wie kann man die Qualität von Produkten messen, steuern und verbessern?
  • Wie formuliert man eine Strategie für ein Unternehmen – und wie setzt man sie um?
  • Wie verfasst man einen Businessplan zur Unternehmensgründung?
  • Welcher Führungsstil eignet sich für welche Mitarbeiter im Unternehmen?
  • Wie findet man geeignete Mitarbeiter, und was motiviert sie?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du Prozesse effektiv und gewinnbringend gestalten willst. Auch wenn man viel mit Zahlen zu tun hat, geht es in BWL doch vor allem um Menschen: Was will der Kunde? Welche Mitarbeiter passen zur Unternehmenskultur? Indem man sich immer wieder mit solchen Fragen beschäftigt, lernt man ökonomisch zu denken: Welche wirtschaftlichen Interessen verfolgt wer? Welches Verhalten zieht das nach sich, und wie kann man davon profitieren? Die kaufmännischbetriebswirtschaftlichen Grundfächer wie Rechnungswesen und Buchhaltung sind für viele Studierende neu und darum herausfordernd. »Im BWL-Studium wird breites wirtschaftliches Wissen vermittelt, daher kommen für Absolventen viele Stellen infrage, vom Controller in einem Unternehmen bis zum Manager einer Hilfsorganisation«, sagt Hans Klaus, BWL-Professor an der Fachhochschule Kiel und Mitglied im Arbeitskreis Fachqualifikationsrahmen Wirtschaftswissenschaften der Hochschulrektorenkonferenz.

Gibt es einen NC?

Rund die Hälfte der Studiengänge hat einen NC. Häufig liegt er zwischen 1,5 und 2,5.