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2019 / 20
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Über das Fach

Wirtschaftswissenschaften studieren

Betriebswirte untersuchen, wie Unternehmen funktionieren.
Ein Artikel von Maria Retter

Wirtschaftswissenschaften studieren
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Wirtschaftswissenschaften

Darum geht es

Das BWL-Studium befasst sich damit, wie Abteilungen und Abläufe in einem Unternehmen zusammenspielen, wie man Unternehmen steuert und was sie erfolgreich macht. Ein Betriebswirt versucht zum Beispiel, im Produktionsprozess Kosten zu reduzieren, wenn das Unternehmen keinen Gewinn mehr macht. »Die Studierenden erwerben Basiskompetenzen, die es ihnen ermöglichen, sich in verschiedene Aufgaben eines Unternehmens einzuarbeiten«, sagt Hans Klaus, BWL-Professor an der Fachhochschule Kiel. Von Betriebswirten wird erwartet, dass sie mit Veränderungen umgehen können und ein gutes Verständnis für die Prozesse in Unternehmen haben. Sämtliche FHs und mittlerweile auch einige Universitäten sehen im Bachelorstudium Praxisphasen von drei bis sechs Monaten vor, die meist in den letzten Semestern absolviert werden. Wenn nicht, kann man dafür ein Urlaubssemester nehmen. »Es lohnt sich, sich für Praktika Zeit zu nehmen, um einen Einblick in den Berufsalltag zu bekommen«, rät Susanne Homölle, Professorin an der Uni Rostock und Vorsitzende des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultätentags. In BWL ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ausgeglichen: 50 Prozent der Studierenden sind Frauen.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Wirtschaftswissenschaften

  • Interesse an (betriebs-)wirtschaftlichen Themen und (betriebs-)wirtschaftliches Grundverständnis
  • Affinität zur Mathematik und mathematische Vorkenntnisse
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • Offenheit / Aufgeschlossenheit / Neugierde / Innovationsfähigkeit
  • Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • Selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
  • Englischkenntnisse

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2014/15

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So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern bekommen die Studierenden einen Überblick über die Steuerung von Unternehmen, etwa in den Bereichen Produktion, Vertrieb, Marketing oder Personalwesen. Sie beschäftigen sich mit Buchführung und lernen, wie man einen Jahresabschluss erstellt und liest. Hinzu kommen juristische Grundlagen, Mathe und Statistik und ein Einblick in die Volkswirtschaftslehre. »Nach den Grundlagen folgt entdeckendes Lernen: durch Fallstudien, Gruppenarbeiten und Projekte«, sagt Hans Klaus. An vielen Hochschulen setzt man in der zweiten Hälfte des Bachelorstudiums dann eigene Schwerpunkte und konzentriert sich auf ein Teilgebiet, beispielsweise auf Personalmanagement, Marketing oder Finanzen.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie lässt sich ein Produkt günstig herstellen?
  • Wofür soll das Unternehmen Geld ausgeben?
  • Was bringt Werbung im Internet?
  • Wie kann man Daten nutzen, um Geschäftsprozesse zu verbessern?
  • Wie verändern Fintechs die traditionelle Bankenlandschaft?
  • Wie kann man die Qualität von Produkten messen, steuern und verbessern?
  • Wie formuliert man eine Strategie für ein Unternehmen – und wie setzt man sie um?
  • Wie verfasst man einen Businessplan zur Unternehmensgründung?
  • Welcher Führungsstil eignet sich für ein Unternehmen?
  • Wie findet man geeignete Mitarbeiter, und wie motiviert man sie?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... »du neugierig auf die Gestaltung von Prozessen mit und für Menschen bist unter Berücksichtigung eines positiven wirtschaftlichen Ergebnisses«, so Hans Klaus. Die kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Grundfächer wie Rechnungswesen und Buchhaltung stellen neben Mathe und Statistik die größten Hürden in den ersten Semestern dar, denn hier ist vieles neu und für die Studierenden abstrakt. Auch wenn man viel mit Zahlen zu tun hat, dreht sich BWL doch vor allem um Menschen: Was will der Kunde? Welche Mitarbeiter passen in unser Unternehmen? »Es geht um mehr als nur darum, Fakten auswendig zu lernen. Man soll lernen, ökonomisch zu denken«, sagt Susanne Homölle.

Gibt es einen NC?

Rund die Hälfte der Studiengänge hat einen Numeres clausus. Die Spanne ist groß, häufig liegt er zwischen 1,5 und 2,5.

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