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Über das Fach

Psychologie

Psychologen erkunden das Erleben und Verhalten von Menschen.
Ein Artikel von Katharina Wagner. Mitarbeit: Cornelia Weber

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Psychologie studieren:
Darum geht es

Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen. Sie untersucht unter anderem, wie Menschen Lebenskrisen bewältigen, wann sich Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen oder wie Eltern mit verhaltensauffälligen Kindern umgehen. Im Studium erfährt man, wie Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Lernen funktionieren, wie Verhalten entsteht und welche Rolle die soziale Umwelt bei all dem spielt. Biologie und Mathe zählen genauso zum Studium wie soziologische und philosophische Erkenntnisse. »Psychologiestudenten machen Experimente im Labor, erforschen aber auch die menschliche Psyche in Lebenswelten wie Schulen oder Betrieben«, sagt Conny Antoni, Psychologieprofessor an der Uni Trier. Die ersten Semester drehen sich um die Grundlagenfächer. Dazu zählen Allgemeine Psychologie, Sozialpsychologie und Biologische Psychologie, aber auch die Differentielle Psychologie, die sich mit Unterschieden zwischen den Menschen beschäftigt, und die Entwicklungspsychologie, bei der es etwa darum geht, wie Kinder lernen. Auch methodisches Handwerkszeug bekommen die Studenten: Wie erhebt man Daten, und wie wertet man sie aus? Welche Kriterien muss eine Studie erfüllen? Im vierten Semester kommen sogenannte Anwendungsfächer hinzu: Klinische Psychologie und Wirtschaftspsychologie, oft auch Pädagogische Psychologie, seltener wird Gesundheitspsychologie gelehrt. Die Studenten lernen auch, Tests zu entwickeln, beispielsweise zum Thema Selbstwertgefühl. Ein Pflichtpraktikum gehört stets dazu, etwa in einer Klinik, einer Erziehungsberatung, einer Personalabteilung oder in einem Forschungsprojekt. Ein Masterabschluss ist in Psychologie Standard. Diejenigen, die als Psychotherapeut in einer Praxis oder im Krankenhaus arbeiten wollen, müssen noch eine Weiterbildung bestehen, die mindestens drei Jahre dauert und zwischen 10.000 und 30.000 Euro kostet.

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Von Professoren empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten für ein Studium im Fach Psychologie

  • Interesse am Umgang mit Menschen
  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten / Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen)
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • Sozialkompetenz / Empathie / emotionale Intelligenz
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Englischkenntnisse

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

Eignung, Hürden, Irrtümer

Bei Psychologie denken viele nur an Psychotherapie, doch die Berufe sind vielfältig: Gesundheitsmanagement bietet sich genauso an wie Konsumentenforschung, Personal- und Organisationsberatung oder die Arbeit als Schulpsychologe. »Das Psychologiestudium soll aber nicht dazu da sein, eigene Probleme zu lösen«, sagt Professor Antoni. Die Studenten sollten stabil genug sein, um sich zu hinterfragen, auch vor anderen in einer Gruppe. Außerdem sollten sie Interesse an Menschen haben und logisch denken können. Viele sind anfangs geschockt, wie viel Statistik sie lernen müssen. Da die Fachliteratur oft auf Englisch ist, sind gute Sprachkenntnisse nötig. Studienplätze sind begehrt, oft braucht man einen Abschluss mit Eins vor dem Komma.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Was bestimmt die Persönlichkeit?
  • Wie funktioniert das Gehirn?
  • Gibt es kulturelle Unterschiede im Erleben und Verhalten?
  • Wie werden Menschen beeinflusst?
  • Auf welche Weise können Flüchtlinge ein Trauma überwinden?
  • Welche Hormone beeinflussen die Stressreaktion?
  • Wie kann man Mitarbeiter motivieren?
  • Wie funktionieren Lernprozesse?

Übrigens

Die Schweigepflicht gilt nicht nur für Ärzte. Bei Psychotherapien sind auch Psychologen daran gebunden – so steht es im Gesetz.

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