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Biologie studieren

In der Biologie wird alles erforscht, was lebt.
Ein Artikel von Daniel Kastner. Mitarbeiter: Gabriele Meister

Biologie studieren
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Biologie / Biowissenschaften

Darum geht es

Vom Bakterium bis zum Blauwal, vom Coronavirus bis zur Zitterpappelkolonie »Pando« in Utah, die als größter Organismus der Welt gilt: Biologische Forschung befasst sich mit allem, was lebendig ist. Sie untersucht die Beziehungen der Lebewesen untereinander, ihre Wechselwirkungen mit der Umwelt und ihre Reaktion auf Veränderungen wie zum Beispiel den Klimawandel. Die Bandbreite des Fachs ist riesig. Die Einwanderung fremder Arten, wie die des gelben Marienkäfers von China nach Europa, steht genauso auf dem Programm wie die Arbeit mit der »Gen-Schere«, mit der sich DNA gezielt schneiden und verändern lässt. Big Data spielt in der Biologie schon lange eine wichtige Rolle, allein bei der Genomsequenzanalyse eines Menschen bekommt man es mit Milliarden Basenpaaren zu tun. Auch auf anderen Fachgebieten werden die Arbeitsgeräte besser und präziser: Mit der Kryo-Elektronenmikroskopie zum Beispiel gelingen dreidimensionale Aufnahmen, etwa von Virenhüllen, im Nanometerbereich.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Biologie / Biowissenschaften

  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Interesse an Natur und Umwelt
  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten / Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
  • Englischkenntnisse

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

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So läuft das Studium ab

Am Anfang stehen Grundlagen aus den Fächern Chemie, Physik und Mathematik sowie die klassischen Disziplinen der Biologie: Zoologie, Botanik, Genetik, Evolutionsbiologie, Zell- und Entwicklungsbiologie, Mikrobiologie und Ökologie. Im Labor legen die Studierenden Zellkulturen an, vervielfältigen Erbmaterial oder färben Chromosomen ein; in Mikroskopierkursen lernen sie, verschiedene Zelltypen voneinander zu unterscheiden, und zeichnen Querschnitte von Blättern und Wurzeln; im zoologischen Grundpraktikum, dem sogenannten Schnippelkurs, schneiden sie Würmer, Frösche und Fische auf, um deren Anatomie zu verstehen. »Zwischenzeitlich haben wir Fotos von Objekten verschickt, die die Studierenden zu Hause abzeichnen und auswerten mussten. Aber die Arbeit im Labor und die Exkursionen sind durch nichts vollständig zu ersetzen«, sagt Alois Palmetshofer, Sprecher der Konferenz Biologischer Fachbereiche. Statistik und Programmierkenntnisse werden immer wichtiger, weil man es mit immer größeren Datenmengen zu tun hat. An fast allen Hochschulen stehen daher Grundlagen der Bioinformatik und der Systembiologie auf dem Lehrplan. Zu jedem Studium gehören außerdem Exkursionen, sei es ins Umland der Uni, in die Alpen oder zum Beispiel nach Thailand. Ab dem vierten Semester können die Studierenden meist eigene Schwerpunkte wählen, etwa in Neurobiologie oder in Biotechnologie. Welche Themen angeboten werden, variiert von Uni zu Uni. Spätestens bei der Bachelorarbeit arbeiten die Studierenden in wissenschaftlichen Gruppen mit, an der Uni, in anderen Forschungseinrichtungen oder in der Industrie. Häufig gehen sie auch für ein paar Monate ins Ausland.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie kommunizieren Zellen miteinander?
  • Welchen Prinzipien folgt die Evolution?
  • Wie ist die Artenvielfalt auf der Erde zu erklären, und wie kann man sie erhalten?
  • Wo liegen die Möglichkeiten und Risiken des Genom-Editing für die Pflanzenzucht?
  • Wie lässt sich der Wettlauf zwischen neuen Antibiotika und Resistenzen gewinnen?
  • Wie kann man die Impfstoffentwicklung beschleunigen?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... dich Menschen, Tiere und Pflanzen interessieren und du bereit bist, dich mit großen Stoffmengen auseinanderzusetzen. Was sehr hilft, ist ein Grundverständnis für Mathe, Chemie und Physik, denn zum Studium gehören auch Differenzialrechnung, elektrochemische Potenziale und Optik. Pipettieren und Zeichnen erfordern Fingerspitzengefühl, der Umgang mit Organismen Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt. Du solltest darauf gefasst sein, auch mal eine tote Schnecke zu sezieren. »Wer das nicht aushält, ist für Biologie eher ungeeignet«, sagt Palmetshofer. Außerdem solltest du bereit sein, dich ethischen Fragen zu stellen, etwa ob man Embryonen per Gen-Schere gegen HIV resistent machen darf.

Gibt es einen NC?

Mehr als die Hälfte der Studiengänge hat einen NC, meist im Zweierbereich. An vielen Unis können aber alle Bewerber zugelassen werden.

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