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Medizin studieren

In der Medizin lernt man alles über Krankheiten und wie man sie behandelt.
Ein Artikel von Florian Schumann. Mitarbeit: Gabriele Meister.

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Medizin

Darum geht es

»Das Medizinstudium ist die Eintrittskarte zu einem der schönsten Berufe: Man kann Menschen in existenzieller Not helfen«, sagt Matthias Frosch, Professor an der Uni Würzburg und Präsident des Medizinischen Fakultätentags. Die Studierenden beschäftigen sich mit den Ursachen von Krankheiten und möglichen Behandlungsmethoden. Dabei verändert sich das Wissen ständig. »Wir verstehen immer besser, mit welchen Tricks zum Beispiel eine Krebszelle unserem Immunsystem entgeht. So können wir die Therapie immer weiter verbessern«, sagt Frosch. Neue Erkenntnisse werden auch deshalb möglich, weil man mit digitalen Methoden riesige Datensätze auswerten kann und bildgebende Verfahren genauer werden. Zu den klassischen Inhalten des Medizinstudiums gehört etwa, wie Zellen aufgebaut sind oder wie man die Krankheitsgeschichte eines Patienten erfragt. Nach dem Abschluss kann man zum Beispiel als Allgemeinmediziner sehr unterschiedliche Patienten behandeln oder aber hoch spezialisiert forschen, in einer Klinikabteilung arbeiten, Gutachten für Versicherungen schreiben oder gemeinsam mit Ingenieuren medizinische Geräte entwickeln.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Medizin

  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Teamfähigkeit
  • Sozialkompetenz / Empathie / emotionale Intelligenz
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2015/16.

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So läuft das Studium ab

Das Medizinstudium dauert in der Regel zwölf Semester plus drei Monate für das Staatsexamen. Im ersten Studienabschnitt, der »Vorklinik«, geht es um naturwissenschaftliche Grundlagen wie Physiologie, Anatomie und Biochemie. Hinzu kommen Laborpraktika und ein Präparierkurs, bei dem die Studierenden an Leichen lernen, wie der Körper aufgebaut ist. Nach der ersten Ärztlichen Prüfung nach vier Semestern folgt der klinische Abschnitt mit 22 Disziplinen (von Allgemeinmedizin bis Chirurgie) und zwölf fächerübergreifenden Themen wie Rehabilitation und Epidemiologie. In den Semesterferien macht man insgesamt vier Monate Praktika, die sogenannten Famulaturen. Die meisten Universitäten versuchen, die Trennung zwischen (theoretischer) Vorklinik und (praktischer) Klinik aufzuheben und schon früh praktische Fähigkeiten zu vermitteln. In Lehrkliniken lernen Studierende zum Beispiel an Puppen, wie man (Kunst-)Blut abnimmt oder Wunden näht. Auch Schauspieler, die Patienten mimen, kommen in den Unterricht. Nach fünf Jahren folgt die zweite Ärztliche Prüfung. Im letzten Studienjahr, dem Praktischen Jahr, arbeiten die Studierenden im Krankenhaus oder in einer Praxis. Es folgt eine mündlich-praktische Prüfung. Die anschließende Facharztausbildung dauert weitere fünf bis sechs Jahre.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie sind Körperzellen aufgebaut, und welche Funktionen übernehmen sie?
  • Was erkennt man einen Herzinfarkt?
  • Wie kann man anhand von Leber- oder Nierenfunktion entscheiden, ob jemand gesund oder krank ist?
  • Wie beeinflusst das Mikrobiom unsere Gesundheit?
  • Welche Diagnosen kommen bei Unterbauchschmerzen infrage?
  • Wie behandelt man ein Kind mit Scharlach?
  • Wie liest man eine wissenschaftliche Studie, und welche Schlüsse zieht man daraus für die Praxis?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du dich für Naturwissenschaften und den menschlichen Körper interessierst. Wichtig für den Umgang mit Patienten ist, dass du gut kommunizieren kannst. Auch Leistungsbereitschaft ist gefragt, denn Mediziner müssen sehr viel auswendig lernen und zig Klausuren schreiben, auch während des Semesters. Es gibt aber kaum Abbrecher. »Für Medizin braucht man ein Spitzen-Abi. Wer das hat, schafft auch das Medizinstudium«, sagt Frosch. Beim Lernen ist im Vorteil, wer schon in der Schule gut in den Naturwissenschaften war. Manche Unis bieten Brückenkurse an, um den Einstieg in Chemie und Biologie zu erleichtern.

Gibt es einen NC?

Der Numerus clausus lag bisher meist im Einserbereich, oft sogar nahe 1,0. Nun wurde die Zulassung reformiert.

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