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Über das Fach

Zahnmedizin studieren

Zahnmediziner behandeln alle Krankheiten im Mund.
Ein Artikel von Florian Schumann

Zahnmedizin studieren
Rankingergebnisse für
Zahnmedizin

Darum geht es

Zahnschmerzen, blutendes Zahnfleisch, Probleme mit dem Kiefergelenk – Erkrankungen im Mundraum sind Gegenstand der Zahnmedizin. Gleichzeitig spielt die Medizin eine immer größere Rolle. Die Patienten werden älter, viele haben mehrere Krankheiten. Zahnmediziner müssen wissen, was es zu beachten gibt, wenn sie einen Zahn bei Patienten ziehen, die gerinnungshemmende Medikamente nehmen. »Ein guter Zahnarzt muss nicht nur ein guter Handwerker sein, sondern auch über medizinisches Wissen und wissenschaftliche Kompetenz verfügen«, sagt Ralph Luthardt, Professor an der Uni Ulm und Präsident der Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Das Studium ist praktischer als das der Mediziner. »Zahnmedizinstudenten behandeln schon ab dem siebten Semester unter Aufsicht selbstständig Patienten«, sagt Luthardt. Bis dahin müssen sie sowohl die theoretischen Kenntnisse als auch die praktischen Fähigkeiten haben.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Zahnmedizin

  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • räumliches, dreidimensionales Vorstellungsvermögen
  • manuelle Geschicklichkeit, Feinmotorik
  • Sozialkompetenz / Empathie / emotionale Intelligenz
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2015/16

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So läuft das Studium ab

Das Zahnmedizin-Studium dauert in der Regel elf Semester. Es ist überall gleich aufgebaut und endet mit dem Staatsexamen. In der ersten Studienhälfte, der »Vorklinik«, sitzen Zahn- und Humanmediziner oft noch gemeinsam im Hörsaal und pauken Naturwissenschaften. Nach einem Jahr müssen Zahnmediziner in Physik, Chemie und Biologie das mündliche Vorphysikum bestehen. Nach dem 5. Semester kommt dann das Physikum, in dem neben Anatomie, Physiologie und Biochemie auch technische Fähigkeiten geprüft werden. Die erwerben Studierende in Zahnmedizin ab dem ersten Semester: Sie formen Gipsmodelle, Prothesen und Kronen. Später üben sie am Phantom, einem Kopf aus Kunststoff, wie man Zähne präpariert und Füllungen legt. In der klinischen Phase des Studiums steht der Bezug zur Praxis im Vordergrund, vor allem in den fünf Kernfächern Kieferorthopädie, Zahnchirurgie, zahnärztliche Prothetik, Zahnerhaltungskunde und Parodontologie. Die Zahnärztliche Prüfung am Ende des Studiums umfasst 13 Fächer. Bevor man als Zahnarzt arbeiten darf, muss man noch eine zweijährige Vorbereitungszeit absolvieren, teils in der Zahnarztpraxis, teils im Krankenhaus oder in einer Zahnklinik. Nach dem Studium kann man sich weiter spezialisieren, etwa als Kieferorthopäde oder Oralchirurg.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie ist das Zahn-, Mund- und Kiefersystem anatomisch aufgebaut?
  • Wie entstehen Zahnschmerzen, und was kann man tun, um sie zu vermeiden?
  • Welche Rolle spielen Bakterien bei der Entstehung von Karies?
  • Was muss man beachten, wenn man seinen ersten Patienten behandelt?
  • Was empfiehlt man bei Zahnfleischbluten?
  • Wie kann man schmerzfrei behandeln?
  • Wie nimmt man einem Patienten die Angst vor dem Bohrer?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du Interesse an Naturwissenschaften und handwerkliches Geschick mitbringst. Zahnärzte brauchen Feingefühl, denn »der Eingriff in die Mundhöhle wird vom Patienten als Eingriff in seine Privatsphäre erlebt«, sagt Luthardt. Wie in allen Heilberufen müsse man helfen wollen, selbst wenn ein Patient zum Beispiel üblen Mundgeruch habe. Man sollte seinen Tag gut strukturieren können, um das Pensum an Vorlesungen, Behandlungs- und Laborkursen zu schaffen – um die 40 Stunden pro Woche. Die Studierenden müssen sehr viel auswendig lernen. Außerdem ist das Studium teuer: Für Instrumente kommen leicht mehrere Tausend Euro zusammen. Manche Unis stellen einen Teil der Geräte zur Verfügung. Zwei Drittel der Studierenden sind übrigens Frauen, etwas mehr als im Fach Medizin.

Gibt es einen NC?

Ja. Er liegt in aller Regel im Einserbereich. Die Zulassung wird zurzeit reformiert.

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