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Über das Fach

Geowissenschaften studieren

Die Geowissenschaften befassen sich mit der Erde und ihrer Geschichte.
Ein Artikel von Daniel Kastner. Mitarbeit: Christian Heinrich.

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Geowissenschaften

Darum geht es

Die Geowissenschaften interessieren sich dafür, was in und unter der Erde geschieht. Sie fragen: »Was passiert jetzt gerade unter unseren Füßen? Was ist dort in der Vergangenheit geschehen, und was könnte in Zukunft kommen?«, sagt Martin Meschede, Stellvertretender Präsident der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologischen Vereinigung und Geologieprofessor an der Uni Greifswald. Wenn auf Island ein Vulkan ausbricht oder in Indonesien die Erde bebt, liefert das Geowissenschaftlern neue Daten. Ob man in einem Gebiet eine Staumauer bauen sollte oder ob eine Küste in der Gefahrenzone für Tsunamis oder Erdbeben liegt, welche Folgen der Klimawandel für die Böden hat, wo sich die Ressourcenknappheit künftig verschärfen wird und was man dagegen tun kann: All das sind Fragen, auf die Geowissenschaftler Antworten liefern können. Das Fach verbindet mehrere Disziplinen: In der Geologie geht es um die Entstehung, die Entwicklung und den Aufbau der Erde. Die Geologie befasst sich damit, wie Kontinente, Ozeane, Gebirge, Vulkane und Gletscher entstanden sind. Die Mineralogie beschäftigt sich mit der Zusammensetzung von Mineralien und Gesteinen, die Paläontologie untersucht die Entwicklung des Lebens, etwa anhand von Fossilien. Die Geophysik erforscht mit physikalischen Untersuchungsmethoden die Erde.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Geowissenschaften

  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Interesse an Natur und Umwelt
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • räumliches Vorstellungsvermögen, räumliches Denken
  • Bereitschaft zu Geländearbeit, Geländetauglichkeit
  • Englischkenntnisse

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2015/16

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So läuft das Studium ab

In geowissenschaftlichen Einführungsvorlesungen erhalten die Studierenden einen Überblick über die wichtigsten Themen. Hinzu kommen Mathe, Physik und Chemie. In Übungen zu Gesteinsbestimmung, Mikroskopie, Kartenkunde und zum Umgang mit Satellitendaten eignen sie sich praktisches Wissen an. Im Labor lernen sie Mess- und Analysemethoden zum Beispiel zur chemischen und mineralogischen Zusammensetzung von Gesteinen kennen. An vielen Unis sind im Bachelorstudium bis zu 50 Tage Geländepraktikum vorgesehen. Dabei untersuchen die Studierenden zum Beispiel mit einem Bodenradargerät die Beschaffenheit der Erdoberfläche in einem bestimmten Gebiet oder fahren auf Forschungsschiffen mit und nehmen Bohrproben vom Meeresboden. »Geologie lernt man am besten im Gelände«, sagt Martin Meschede. Wichtig zu wissen: Einen Teil der Kosten für die Geländeübungen müssen die Studierenden selbst finanzieren. Das Fach wird oft mit verschiedenen Schwerpunkten angeboten, zum Beispiel Sedimentologie, Vulkanologie, Strukturgeologie, Meeres- oder Hydrogeologie. Man sollte sich vorher erkundigen, worauf sich die Uni spezialisiert hat.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Welche Fossilien findet man in 100 Millionen Jahre alten Gesteinsproben?
  • Wie orientiert man sich mit Kompass, GPS und Karte im Gelände?
  • Welche Ursachen und Folgen hatte die letzte Eiszeit?
  • Wie entstehen Kristalle?
  • Warum gibt es auf dem Mond andere Gesteinsarten als auf der Erde?
  • Welche Kriterien müsste ein unterirdisches atomares Endlager erfüllen?
  • Wie ist Leben auf der Erde entstanden?

Das Fach passt zu dir, wenn...

… du dich für Steine und Geschichte interessierst, gern draußen bist und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hast. Ein großer Teil des Studiums findet im Freien statt – Studierende müssen für Regen oder Hitze gerüstet sein und sich im Gelände orientieren können. Wichtig ist außerdem, dass man gut mit Menschen umgehen kann, denn gerade bei Geländepraktika ist man lange mit anderen unterwegs. Physik, Chemie und Biologie sollte man mögen, da man Kenntnisse in diesen Fächern braucht, um zum Beispiel Bodenproben, Grundwasser oder Fossilien zu analysieren. Geophysiker haben außerdem mit Mathe und Informatik zu tun – sie verbringen viel Zeit am Computer und vor Messgeräten.

Gibt es einen NC?

Rund ein Drittel der Studiengänge ist mit einem NC belegt. Er liegt meist im Zweierbereich.

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