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Architektur studieren

Im Architekturstudium lernt man, Bauwerke zu entwerfen, zu planen und zu realisieren.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger. Mitarbeit: Christian Heinrich

Architektur studieren
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Architektur

Darum geht es

Die Studierenden lernen, Bauwerke zu entwerfen und zu planen, aber auch den Bauprozess zu betreuen. Je nach Hochschultyp und Studiengang können sie dabei einen technischen oder einen künstlerischen Schwerpunkt setzen. Weil die Mieten explodieren, experimentieren Architektinnen und Architekten vermehrt mit platzsparenden, kostengünstigen Bauweisen. Auch das durch Corona in den Fokus gerückte Thema Homeoffice beschäftigt sie, genauso wie die alternative Nutzung von Gebäuden, zum Beispiel Kirchen. Weitere Themen sind die Digitalisierung bei der Bauplanung und neue Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser. »Überall wird gebaut. Deshalb sind die Chancen für Absolventen extrem gut«, sagt Clemens Bonnen, Professor an der Hochschule Bremen und Vorsitzender des Fachbereichstags Architektur. Wer sich in Deutschland als Architektin oder Architekt selbstständig machen möchte, muss bei einer Länderarchitektenkammer eingetragen sein. Dafür benötigt man neben einem Abschluss – in der Regel nach fünf Jahren Bachelor- und Masterstudium – zwei Jahre Berufserfahrung.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Architektur

  • Interesse an Kunst und Ästhetik / künstlerische und zeichnerische Fähigkeiten
  • räumliches Vorstellungsvermögen / räumliches Denken
  • Kreativität / gestalterische Fähigkeiten
  • Offenheit / Aufgeschlossenheit / Neugierde / Innovationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

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So läuft das Studium ab

Architekturstudierende arbeiten ihre Ideen als Skizze, Modell oder dreidimensionale Computerdarstellung aus. Manchmal zeichnen sie zwar mit der Hand und bauen Modelle aus Karton, Kunststoff oder Holz. Doch es wird auch viel am Computer gearbeitet. Der Umgang mit CAD (Computer-Aided Design) ist verpflichtend und wird schon früh im Studium vermittelt. Auch Kunst- und Baugeschichte sowie Architekturtheorie stehen auf dem Lehrplan. Die Baukonstruktions- und Tragwerkslehre wiederum befasst sich damit, wie Bauteile verbunden werden. Auch die Bauphysik, in der es unter anderem um Energieeinsparung geht, sowie Baurecht, Stadtplanung und weitere ökologische Fragen sind Teil des Studiums, genauso wie Baumanagement. Dort lernt man, wie man Bauprojekte plant und leitet. Die Studierenden sind oft draußen unterwegs. »Wenn man ein Museum planen soll, schaut man sich natürlich Museen an, die kürzlich gebaut wurden. Aber auch Klassiker wie die Bauhaus-Architektur in Weimar oder Dessau gehören dazu«, sagt Bernd Rudolf, Professor an der Bauhaus-Universität Weimar und Präsident der Dekanekonferenz für Architektur, Raumplanung und Landschaftsarchitektur.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Welche gesetzlichen Vorgaben sind bei einem Bauprojekt zu beachten?
  • Welche neuen Wohnformen gibt es, und wie kann man sie architektonisch umsetzen?
  • Welche Wirkung haben Urbanisierungsprozesse auf architektonische Entwürfe?
  • Wie baut man ökologisch nachhaltig?
  • Wie lassen sich Erkenntnisse über Baugeschichte in einen Entwurf übertragen?
  • Welches Computerprogramm wählt man für die Präsentation eines Entwurfes?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du abstrakt denken kannst, Kreativität, räumliche Vorstellungskraft und technisches Verständnis besitzt. Außerdem brauchst du Durchhaltevermögen, auch im Berufsleben, denn ein Gebäude benötigt von der Planung bis zur Fertigstellung oft viele Jahre. Gefragt sind außerdem Teamorientierung und die Fähigkeit, Kritik an den eigenen Entwürfen nicht persönlich zu nehmen und daraus zu lernen. Weil man auf der Baustelle oder im Büro der Auftraggeber mit sehr unterschiedlichen Menschen zu tun hat, braucht man kommunikatives Geschick. »Deshalb ist es wichtig, im Studium zu üben, wie man sicher auftritt und verständlich etwas präsentiert«, sagt Rudolf. Gut zu wissen: Für Zeichenprogramme, Skizzenbücher, Werkmaterial und Studienreisen kommen schnell einige Hundert Euro pro Semester zusammen. Es gibt aber Stipendien.

Gibt es einen NC?

Rund die Hälfte der Studiengänge hat einen NC. Er fällt sehr unterschiedlich aus. Die Mehrzahl wählt zusätzlich über Eignungsverfahren aus, zum Beispiel verlangen sie Mappen mit Entwürfen. Einige schreiben ein Praktikum im Baugewerbe oder in einem Architekturbüro vor dem Studienstart vor.