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Bauingenieurwesen studieren

Egal ob über oder unter der Erde, Bauten und Infrastruktur müssen sicher, umweltverträglich und wirtschaftlich errichtet werden.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger. Mitarbeit: Christian Heinrich

Bauingenieurwesen studieren
Rankingergebnisse für
Bau- und Umweltingenieurwesen

Darum geht es

Wenn Autobahnabschnitte oder sogar ganze Flughäfen monatelang nicht weitergebaut werden, liegt das auch daran, dass in Deutschland Bauingenieure fehlen. Die werden überall gebraucht: Neben Autobahnen und Flughäfen errichten sie zum Beispiel U-Bahn-Tunnel, Offshore-Windparks oder Wohnblocks. Auch die Renaturierung eines Flusses kann in ihren Aufgabenbereich fallen. Ob Klimaschutz, Energie- oder Verkehrswende, Bauingenieure spielen eine wesentliche Rolle bei der Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit. Sie sorgen dafür, dass Ressourcen effizient genutzt werden, etwa bei der Trinkwasserversorgung, und kümmern sich darum, dass Konstruktionen langlebig und sicher sind. Das umfasst auch scheinbar Selbstverständliches: Fassaden sollen auch in dreißig Jahren noch Wind und Wetter standhalten, der Brandschutz muss zuverlässig sein und das Entwässerungssystem einer Straße auch bei Starkregen funktionieren. Bei all diesen Aufgaben wird es immer wichtiger, sich mit intelligenten Sensoren auszukennen. Sie sollen in Zukunft überwachen, ob eine Brücke instand gesetzt werden muss, oder dokumentieren, aus welchem Material eine Tür besteht, sodass klar ist, wie man sie recyceln kann.

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Weiterführende Informationen
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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Bau- und Umweltingenieurwesen

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • räumliches Vorstellungsvermögen / räumliches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

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So läuft das Studium ab

Das Fach ist vielfältig: Die Studierenden kommen mit Mathe, Physik, Mechanik, Informatik, BWL, Vertragsrecht, Ressourcenwirtschaft, Ökologie und digitalem Bauen in Berührung. Es gibt vier Hauptfelder: Grundlagen, Planung, Bemessung und Baumanagement. Zu den Grundlagen zählen unter anderem Bauphysik und Basics der Statik. In der Planung geht es um Kreativität: Wie muss eine Brücke aussehen, damit sie in die Umgebung passt? Holz-, Stahl-, Mauerwerk- und Betonbau, Wasserwerkbau sowie Geo- und Umwelttechnik sind Themen im Bereich Bemessen, hier führen die Studierenden auch detaillierte statische Berechnungen durch. Im Baumanagement betrachtet man ein Bauvorhaben als Prozess, von der Planung über die Beschaffung der Rohstoffe bis hin zur effizienten Ausführung des Baus. Studierende sollten bei der Wahl der Hochschule darauf achten, dass es dort möglichst viele Professuren für Bauingenieurwesen gibt, sagt Birger Gigla, Professor an der TH Lübeck und Vorsitzender des Fachbereichstags Bauingenieurwesen und Umweltingenieurwesen. »Um die Breite des Fachs gut abzudecken, am besten zehn oder mehr.« Wer später in die Bauleitung will, steht in den letzten Semestern auch mal in Gummistiefeln auf der Baustelle. Häufiger aber konstruieren Studierende Gebäude und Anlagen am Rechner. Meist kann man in den höheren Semestern des Bachelors Schwerpunkte wählen: von Hochbau, Tunnelbau oder Bauprozessmanagement bis hin zu Verkehrsplanung, Geotechnik und Wasserbau.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie berechnet man die Belastbarkeit eines Bauteils?
  • Wie entwickelt man schadstofffreie Baumaterialien?
  • Wie plant man ein Bauprojekt digital?
  • Wie erstellt man ein Bodengutachten?
  • Wie muss man bauen, damit eine Brücke lange hält?
  • Wie lässt sich Hochwasserschutz realisieren, der auch in 30 Jahren noch funktioniert?
  • Wie muss ein Gebäude beschaffen sein, um einem Erdbeben standzuhalten?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du Spaß an Zahlen hast und naturwissenschaftliches Interesse mitbringst. »Man muss aber nicht der totale Mathe-Crack sein«, sagt Gigla. Wichtiger ist, dass man gern im Team arbeitet und Kommunikationstalent besitzt. Denn später im Berufsleben muss man mit Investoren, Behördenvertretern und Handwerkern umgehen. Außerdem tragen Bauingenieurinnen und Bauingenieure große Verantwortung: Auf Baustellen sind sie für die Sicherheit vieler Menschen zuständig, und mit ihren Entscheidungen prägen sie Lebensräume für Jahrzehnte.

Gibt es einen NC?

Rund ein Drittel der Studiengänge hat einen NC. Oft liegt er zwischen Zwei und Drei.