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Elektrotechnik und Informationstechnik studieren

E- und I-Techniker entwickeln Geräte und Verfahren, die Energie oder Informationen erzeugen, speichern und verarbeiten.
Ein Artikel von Meike Fries. Mitarbeiter: Oliver Burgard

Elektrotechnik und Informationstechnik studieren
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Elektrotechnik und Informationstechnik

Darum geht es

Elektrotechniker entwickeln Speicherchips, mit deren Hilfe wir telefonieren, fotografieren und Musik hören; sie bauen Geräte, die über Sensoren Daten erfassen und miteinander kommunizieren; und sie sind an vielen weiteren neuen Technologien beteiligt. »Die Elektrotechnik ist das Herzstück des Internets der Dinge«, sagt Jan Mehner, Professor an der TU Chemnitz und Vorsitzender des Fakultätentags für Elektrotechnik und Informationstechnik. Während man früher meist nur Elektrotechnik studierte, wird sie heute meist mit Informationstechnik kombiniert. »Ohne Elektrizität gäbe es die moderne Informationstechnik nicht, deshalb kann man die beiden Fächer heute nicht mehr trennen«, sagt Harald Jacques, Professor an der Hochschule Düsseldorf und Vorsitzender des Fachbereichstags Elektrotechnik und Informationstechnik. In der Elektrotechnik lernen die Studenten, wie man Energie erzeugt, speichert und nutzt. In der Informationstechnik steht die Signal- und Nachrichtenübertragung im Vordergrund. Zunehmend geht es auch um lernfähige Techniken, also Datenbanken, mobile Anwendungen oder Netzwerke, die sich selbst steuern können, etwa autonome Fahrzeuge. In den ersten Semestern stehen viel Mathe und Physik auf dem Stundenplan. Zudem gibt es Vorlesungen über elektromagnetische Felder und elektrische Wellen. Die Studenten lernen, wie man analoge und digitale Schaltungen entwirft, Daten verarbeitet und Informationen überträgt. Vom dritten oder vierten Semester an arbeiten sie in Laboren an praktischen Aufgaben und lernen, wie man mit Prüf- und Messgeräten umgeht. FH-Studenten verbringen oft ein Praxissemester in der Industrie, an den Unis finden Praxisprojekte parallel zu den Vorlesungen und Übungen statt. Die Studenten entwickeln dann zum Beispiel ein kleines Solarkraftwerk oder bauen einen Synthesizer – in Teams, wie im späteren Beruf auch. »In den höheren Semestern kann man sich auf unterschiedliche Berufsfelder spezialisieren«, sagt Jan Mehner. Verbreitet sind Automatisierungstechnik, Energietechnik, manchmal auch mit Spezialisierung auf erneuerbare Energieerzeugung, Mikroelektronik, Robotik oder Medizintechnik. Etwa zwei Drittel der Studenten an FHs schreiben ihre Bachelorarbeit bei Unternehmen, an den Unis ein knappes Drittel.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Elektrotechnik und Informationstechnik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

Eignung, Hürden, Irrtümer

Wer problemlos mit neuesten technischen Geräten umgehen kann, hat noch keine besondere Begabung für Elektrotechnik: »Bei uns geht es nicht um die Frage, wie man Geräte bedient, sondern um die Technik, die darin steckt«, sagt Harald Jacques. Wer gerne mal ein Gerät aufschraube, um herauszufinden, wie es funktioniert, sei schon eher für dieses Fach geeignet. Der Professor empfiehlt jedem ein Betriebspraktikum vor dem Studium: »Dabei lernt man die Messgeräte kennen, die wir später im Hochschullabor brauchen, und man findet heraus, ob E-Technik einem liegt.« Die Studenten sollten außerdem in der Lage sein, sich Abstraktes wie Stromwellen vorzustellen, und sie müssen mit Mathe, Physik und Informatik klarkommen. »Wer Mathe und Physik nicht mag, ist in der Elektrotechnik falsch«, sagt auch Jan Mehner, der Professor aus Chemnitz. Außerdem ist Kreativität wichtig: »In diesem Studium muss man die gelernten Fakten auf neue Zusammenhänge übertragen können.« Die meisten Studiengänge haben keinen NC.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie lässt sich elektrische Energie speichern?
  • Wie kann man leistungsfähigere Batterien entwickeln?
  • Wie kann man Strom transportieren?
  • Wie berechnet man den Widerstand einer Brückenschaltung?
  • Wie bringt man Robotern das Denken bei?
  • Wie lässt sich der Wirkungsgrad von Solarzellen verbessern?
  • Wie klein können Nanosysteme sein?

Übrigens

Für das Internet der Dinge und die Industrie 4.0 braucht man intelligente Sensoren – und zwar immer mehr davon. Ihr weltweiter Absatz soll sich zwischen 2015 und 2020 von 15 auf 30 Milliarden verdoppeln.

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