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Über das Fach

Elektrotechnik und Informationstechnik studieren

E- und I-Techniker entwickeln Geräte und Verfahren, die Energie oder Informationen erzeugen, speichern und verarbeiten.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger

Elektrotechnik und Informationstechnik studieren
Rankingergebnisse für
Elektrotechnik und Informationstechnik

Darum geht es

Das Internet der Dinge gäbe es ohne Elektrotechniker nicht. Sie arbeiten an Smartphone-Sensoren, die zum Beispiel den Alkoholgehalt im Atem messen können oder an der Gemüsetheke prüfen, ob eine Melone reif ist. Andere entwickeln OP-Roboter, denen kleinste Schnitte mit höchster Präzision gelingen, oder Autos, die so miteinander kommunizieren, dass Unfälle vermieden werden können. »Was Elektrotechniker entwickeln, prägt die Gesellschaft«, sagt Andreas Schütze, Professor an der Universität des Saarlandes und stellvertretender Vorsitzender des Fakultätentags für Elektrotechnik und Informationstechnik. Weil das nicht allein für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft gilt, gewinnen ethische Diskussionen momentan an Gewicht, etwa bei der Entwicklung autonomer Autos, in der Robotik, bei künstlicher Intelligenz oder der Industrie 4.0. Weitere aktuelle Themen sind erneuerbare Energien, E-Mobilität, Medizintechnik und der Umgang mit großen Datenmengen (Big Data).

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Elektrotechnik und Informationstechnik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

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So läuft das Studium ab

Die Studierenden lernen, wie man Energie erzeugt, speichert und nutzt. Zunehmend geht es dabei um erneuerbare Energien und E-Mobilität. In der Informationstechnik steht die Signal- und Nachrichtenübertragung im Vordergrund. Wichtiger werden lernfähige Systeme, also Datenbanken, mobile Anwendungen oder Netzwerke, die sich selbst steuern können, etwa autonome Flugzeuge. In den ersten Semestern geht es um theoretische Grundlagen, neben Mathe und Physik stehen beispielsweise Vorlesungen über elektromagnetische Felder und elektrische Wellen auf dem Stundenplan. Die Studierenden lernen, wie man analoge und digitale Schaltungen entwirft, Daten verarbeitet und Informationen überträgt. Vom dritten oder vierten Semester an arbeiten sie in Laboren an praktischen Aufgaben und üben den Umgang mit Prüf- und Messgeräten. Wer an einer FH studiert, verbringt oft ein Praxissemester in der Industrie, an den Unis finden Praxisprojekte parallel zu den Vorlesungen und Übungen statt. Die Studierenden entwickeln im Team zum Beispiel einen Fahrzeugsensor, der Geisterfahrer erkennt, oder bauen einen Roboter. In den höheren Semestern kann man Schwerpunkte setzen. Verbreitet sind Automatisierungstechnik, Informationstechnik, Energietechnik und Medizintechnik. Innerhalb dieser vier Berufsfelder kann man sich weiter spezialisieren, etwa auf Nanoelektronik oder erneuerbare Energien.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie kann man Strom transportieren?
  • Lässt sich elektrische Energie auch in großer Menge speichern?
  • Wie filtert man aus großen Datenmengen relevante Informationen?
  • Welche ethischen Fragen wirft die Medizintechnik auf?
  • Wie kann man leistungsfähigere Batterien entwickeln?
  • Wie filtert ein Smartphone Nebengeräusche, sodass man auch auf einem Bahnhof gut telefonieren kann?
  • Wie bringt man Robotern das Denken bei?

Das Fach passt zu dir, wenn...

… du gern mal ein Gerät aufschraubst, um herauszufinden, wie es funktioniert. Außerdem solltest du abstrakt und kreativ denken können, Kommunikationstalent besitzen und gut Englisch sprechen. »Bei uns geht es nicht um die Frage, wie man Geräte bedient, sondern um die Technik, die darin steckt«, sagt Harald Jacques, Professor an der Hochschule Düsseldorf und Vorsitzender des Fachbereichstags Elektrotechnik und Informationstechnik. Er rät zu einem Praktikum vor dem Studium: »Dabei lernt man die Messgeräte kennen und stellt fest, ob E-Technik einem liegt.« Viele Studierende sind in den ersten Semestern von der geballten Theorie überrascht, die Abbrecherquote ist hoch. Einige Hochschulen ziehen deshalb Projektarbeiten an den Anfang oder lassen Studierende, die kurz vor dem Abschluss sind, erzählen, woran sie gerade tüfteln – und warum sie dafür Mathe brauchen.

Gibt es einen NC?

Rund ein Viertel der Studiengänge hat einen NC.

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