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Maschinenbau / Werkstofftechnik studieren

Im Maschinenbau werden Anlagen und Maschinen konstruiert, hergestellt und instand gehalten.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger. Mitarbeit: Christian Heinrich

Maschinenbau / Werkstofftechnik studieren
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Maschinenbau / Werkstofftechnik

Darum geht es

Ob Spezialfahrzeuge in der Landwirtschaft oder Beatmungsgeräte im Krankenhaus: Maschinen werden heute so konzipiert, dass sie Informationen sammeln, auswerten, von diesen lernen oder sie untereinander austauschen. »Für Maschinenbauer steht dabei immer ein greifbares Produkt und seine Mechanik im Mittelpunkt, anders als für Informatiker und Elektrotechniker«, erläutert Moniko Greif, Vorsitzende des Fachbereichstags Maschinenbau und Professorin an der Hochschule RheinMain. Absolventinnen und Absolventen des Fachs konstruieren nach den Anforderungen des Kunden ein Produkt, wählen dafür Werkstoffe aus und organisieren die Fertigung. Dabei spielt es eine immer größere Rolle, ressourcenschonend vorzugehen. Maschinenbauer müssen Umweltschutzauflagen beachten und überlegen, wie sie Emissionen verhindern. »Die CO2-Ziele der Bundesregierung wird man in vielen Bereichen nur durch klug konstruierte Maschinen realisieren können«, sagt Olaf Wünsch, Professor für Strömungsmechanik an der Universität Kassel und Vorsitzender des Fakultätentags für Maschinenbau und Verfahrenstechnik.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Maschinenbau / Werkstofftechnik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • räumliches Vorstellungsvermögen / räumliches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17.

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So läuft das Studium ab

Die ersten Semester drehen sich um die Grundlagen, also um Mathe und Physik, Elektrotechnik und Informatik. Ebenfalls auf dem Stundenplan: Technische Mechanik, bei der es unter anderem um die Berechnung von Kräften geht, Werkstofftechnik, Fertigungstechnik, Konstruktion und BWL. Später kommt Projektmanagement hinzu. Auch mit rechtlichen Themen wie dem Arbeitsschutz befassen sich die Studierenden. Durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Fernunterricht sei das Studium zeitweise theoretischer geworden, grundsätzlich lege man im Maschinenbau aber viel Wert auf praktische Angebote, sagt Moniko Greif. Die Studierenden erproben zum Beispiel das Verhalten unterschiedlicher Werkstoffe, etwa von Stahl, Gusseisen, Keramiken oder Kunststoffen. Die Arbeit am Computer nimmt im Studium großen Raum ein. Die Studierenden entwerfen mittels CAD (Computer-Aided Design) dreidimensionale Maschinenteile. Später lernen sie auch, ganze Maschinen am Rechner zu simulieren und zu konstruieren. In den höheren Semestern des Bachelorstudiums kann man sich spezialisieren, zum Beispiel auf Energietechnik, Produktentwicklung oder Produktionstechnik. Immer wichtiger werden Angebote, die zwei Richtungen kombinieren, wie zum Beispiel die Medizintechnik oder die Kunststoffverfahrenstechnik.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Welche Formen der Reibung gibt es, und wie bestimmt man sie?
  • Was sind Methoden des systematischen Konstruierens?
  • Wie modelliert man Bauteile am Computer?
  • Was muss man bei der Wahl eines Herstellungsverfahrens beachten, damit die Fertigung technisch sinnvoll ist?
  • Welche wirtschaftlichen Aspekte muss man jeweils berücksichtigen?
  • Wie kann man den Energieverbrauch in der Fertigung reduzieren?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du Spaß daran hast, Produkte zu entwickeln, und gern im Team arbeitest. »Wer sich grundsätzlich für Technik interessiert, logisch denken kann, kreativ ist und Lust hat, Probleme zu lösen, ist im Maschinenbau goldrichtig«, sagt der Professor Olaf Wünsch. Neben technischem Verständnis ist abstraktes Denken gefragt, etwa wenn man das Strömungsverhalten und die Strömungsgeschwindigkeit in Rohrleitungen berechnet. Gute Vorkenntnisse in Mathe und Physik erleichtern den Start. Gefürchtete Inhalte sind Thermodynamik und Technische Mechanik – die komplexen, theoretischen Berechnungen in diesen Fächern machen vielen Studierenden zu schaffen. Es hilft sehr, sich in Lerngruppen zusammenzuschließen.

Gibt es einen NC?

Rund ein Viertel der Maschinenbaustudiengänge ist mit einem NC belegt. Oft liegt der geforderte Schnitt irgendwo bei Drei.

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