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2019 / 20
CHE Hochschulranking
 
Über das Fach

Maschinenbau / Werkstofftechnik studieren

Maschinenbauingenieure konstruieren Maschinen und Anlagen und halten sie am Laufen.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger

Maschinenbau / Werkstofftechnik studieren
Rankingergebnisse für
Maschinenbau / Werkstofftechnik

Darum geht es

Wie kommunizieren Maschinen eigenständig untereinander? Was nach Science-Fiction klingt, ist für Maschinenbauer heute schon Alltag. Das Schlagwort heißt Industrie 4.0. Maschinen werden so konzipiert, dass sie Informationen sammeln, auswerten, von diesen lernen oder eben auch miteinander »sprechen«. Das können Maschinen in der Landwirtschaft sein oder winzige Geräte in der Medizintechnik. Ein weiteres aktuelles Thema ist die Elektromobilität. Doch egal ob Maschinenbauer ein E-Bike oder eine Kaffeemaschine entwickeln oder gar eine komplette Anlage bauen, in der dann beispielsweise Tablets industriell gefertigt werden: »Maschinenbauer sehen den kompletten Produktlebenslauf«, sagt Moniko Greif, Professorin an der Hochschule RheinMain und Vorsitzende des Fachbereichstags Maschinenbau. Sie formen aus den Anforderungen des Kunden ein Produkt, wählen Materialien und Werkstoffe aus und müssen schon beim Konstruieren und Fertigen die spätere Entsorgung bedenken. »Maschinenbauingenieure verfügen über ein breites technisches Wissen und sind deswegen vielfältig einsetzbar«, sagt Elmar Moritzer, Professor an der Universität Paderborn sowie Vorsitzender des Fakultätentags für Maschinenbau und Verfahrenstechnik.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Maschinenbau / Werkstofftechnik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • räumliches Vorstellungsvermögen / räumliches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

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So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern geht es vor allem um die Grundlagen – neben Mathe auch Physik, Elektrotechnik und Informatik – sowie um Technische Mechanik, Werkstofftechnik, Fertigungstechnik, Konstruktion und BWL. An den Fachhochschulen stehen praktische Übungen teils schon im ersten Semester auf dem Stundenplan, an den Universitäten kommen diese meist etwas später. Die Studierenden arbeiten dann in Teams und lernen zum Beispiel, aus welchen Komponenten ein Motor besteht oder wie man Brennstoffzellen zum Laufen bringt. Auch wirtschaftliche Fragen werden behandelt. An Fachhochschulen gibt es ein mehrwöchiges Praktikum, bei siebensemestrigen Studiengängen ein ganzes Praxissemester. Dabei arbeiten viele Studierende in der Industrie, etwa in der Produktion oder der Entwicklung. Manche Hochschulen verlangen bereits bei der Einschreibung den Nachweis eines Vorpraktikums. Einen Vorgeschmack auf die Berufspraxis vermittelt die Anwendung von Software wie CAD (Computer-Aided Design). Damit entwerfen die Studierenden Maschinenteile in 3-D. Später lernen sie, ganze Maschinen am Rechner zu simulieren und zu konstruieren. In den höheren Semestern können sie sich klassischerweise auf Produktentwicklung, Energietechnik oder Produktionstechnik spezialisieren. Immer wichtiger werden Medizintechnik und computergestützte Simulationsmethoden – etwa um Fahrzeug-Prototypen im virtuellen Windkanal zu testen.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Welches Herstellungsverfahren sollte gewählt werden, sodass die Fertigung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist?
  • Wie plant man Kosten?
  • Wie modelliert man Bauteile am Computer?
  • Welche verschiedenen Formen der Reibung gibt es, und wie bestimmt man sie?
  • Wie kann man den Energieverbrauch in der Fertigung noch weiter reduzieren?
  • Wie wird das Produkt später entsorgt?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du Spaß daran hast, neue Produkte zu entwickeln, und gern im Team arbeitest. Gute Vorkenntnisse in Mathe und Physik erleichtern den Start. In den ersten Semestern muss man neben Mathe auch mit Thermodynamik und Technischer Mechanik, zwei Teilgebieten der Physik, klarkommen. »Am besten den Stoff von Anfang an in einer Lerngruppe nachbereiten«, sagt Elmar Moritzer. Neben technischem Verständnis ist abstraktes Denken gefragt, etwa um den Druckverlust einer Turbine zu berechnen.

Gibt es einen NC?

Ja, aber nur bei einem kleineren Teil der Studiengänge. Rund ein Drittel ist mit einem NC belegt. Dieser liegt etwa bei Drei.

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