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Mechatronik studieren

Mechatronik bedeutet, an den Schnittstellen von Informatik, E-Technik und Maschinenbau zu arbeiten.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger. Mitarbeit: Gabriele Meister.

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Mechatronik

Darum geht es

Wer schon einmal mit einem E-Bike oder E-Roller gefahren ist, hat ein mechatronisches System genutzt: Der Antrieb vereint auf kleinstmöglichem Raum mechanische und elektrische Komponenten sowie Software. Von Mechatronik spricht man immer dann, wenn diese drei technischen Komponenten zu einem zusammenhängenden System verschmolzen werden. Die am Ende vorliegende Gesamtfunktion und nicht die Einzeldisziplin steht hier im Vordergrund. Mechatronikingenieure verändern aber nicht nur Maschinen, sondern durch den Einsatz immer leistungsfähigerer Sensoren, Rechner und Roboter auch ganze Produktionsprozesse, etwa beim Thema »Production on demand«: »Bei manchen Modellen gibt es Tausende Möglichkeiten, das Wunschauto am eigenen Rechner zu designen. Individuelle statt Massenproduktion ist gefragt«, sagt Rolf Biesenbach, Professor an der Hochschule Bochum und Vorsitzender des Fachbereichstags Mechatronik. In der Fabrik der Zukunft sollen Mensch und Roboter eng zusammenarbeiten (Stichwort Industrie 4.0). Bisher ist das nicht möglich, Großroboter reagieren noch nicht intuitiv genug, die Gefahr, dass sie Menschen verletzen, ist zu hoch. Mechatronikingenieure wollen das ändern und müssen deshalb etwa herausfinden, welche Eigenschaften ein Roboter haben sollte, damit man ihn intuitiv und ohne Schutzkäfig bedienen kann. Weitere große Themen sind Big Data und der Einsatz von Technik für die IT-Sicherheit.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Mechatronik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
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So läuft das Studium ab

Mechatronikingenieure kennen sich in den Gebieten Mechanik, Elektrotechnik und Informatik aus und entwickeln Systeme, die alle drei Einzeldisziplinen verbinden. Deshalb lernen die Studierenden zu Beginn des Studiums Grundlagen aus Mathematik, Physik Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. »Manche wollen am liebsten gleich ein Elektroauto bauen. Aber ohne Grundlagen geht das nicht. Und die Mühe lohnt sich: Die Absolventen haben ausgezeichnete Berufschancen«, sagt Rolf Biesenbach. In den höheren Semestern wählt man in der Regel eine Vertiefungsrichtung: Im Bereich Automation lernen die Studierenden zum Beispiel, am Computer komplexe Fertigungsanlagen mithilfe von Software zu entwickeln, im Bereich Automotive fokussieren sie sich auf den Entwurf neuer zukunftsträchtiger Antriebssysteme. Sie haben auch die Möglichkeit, sich mit Qualitätssicherung oder Projektmanagement zu beschäftigen. Zu den einzelnen Vertiefungsrichtungen gehören jeweils Projektarbeiten. Zusätzlich sind fast überall längere Praxisphasen integriert. Dabei sammeln die Studierenden Erfahrungen in der Industrie und schreiben oft auch ihre Abschlussarbeit bei einem Unternehmen. Weil die Schwerpunkte je nach Hochschule sehr unterschiedlich sind, sollte man sich vorher gut darüber informieren.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie kommunizieren Maschinen, Produkte und Komponenten eigenständig miteinander (Internet der Dinge)?
  • Wie ist der Weg von einem virtuellen Entwurf am Computer zur realen Fabrik?
  • Wie sehen die elektrischen Antriebssysteme für die Mobilität der Zukunft aus?
  • Mit welchen Energiequellen lässt sich ein Roboter antreiben?
  • Wie produziert man ressourcenschonend?
  • Wie kann sich ein Sensor selbst versorgen?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du schon in der Schule Spaß an Mathe und Physik hattest und gerne eigene Geräte oder Programme entwirfst und aufbaust. Außerdem solltest du gern im Team arbeiten und ein gutes Verständnis für komplexe Zusammenhänge haben. Für das Studium braucht man Disziplin und Durchhaltevermögen, um sich die Grundlagen anzueignen. Die Masse des Stoffs lässt manche kämpfen. Den Start erleichtern Tutorien und Lerngruppen.

Gibt es einen NC?

Nur rund ein Viertel der Studiengänge hat einen Numerus clausus. Dieser liegt meistens bei Zwei oder Drei. Viele Hochschulen verlangen ein Vorpraktikum.

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