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Über das Fach

Wirtschaftsinformatik studieren

Wirtschaftsinformatiker gestalten die Digitalisierung der Wirtschaft.
Ein Artikel von Lisa Srikiow. Mitarbeit: Johanna Ritter

Wirtschaftsinformatik studieren
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Wirtschaftsinformatik

Darum geht es

Egal ob es darum geht, Logistikketten zu optimieren, die Produktion intelligent zu steigern, aus Datensätzen Wissen zu gewinnen oder smarte Produkte auf den Markt zu bringen: Wirtschaftsinformatiker sorgen dafür, dass die Informationstechnologie ein Unternehmen unterstützt, und entwickeln digitale Geschäftsmodelle. In den ersten Semestern beschäftigen sich die Studenten unter anderem damit, wie man Probleme mithilfe von Modellen beschreibt und durch Algorithmen löst, aber auch mit Grundlagen in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Mathematik und Statistik. Sie lernen Programmiersprachen und wie man Software nutzt – von der Planung bis zur Einführung im Unternehmen. »Die Digitalisierung verändert Unternehmen umfassend, von der Arbeitsorganisation über das Management bis zu neuen Produkten und Dienstleistungen. Um diese Transformation geht es auch an immer mehr Hochschulen«, sagt Jan Marco Leimeister, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Uni St. Gallen und Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission Wirtschaftsinformatik im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaftslehre. Ein typisches Fach für Wirtschaftsinformatiker ist das Prozessmanagement, bei dem vom Auftrag bis zur Lieferung eines Produkts Abläufe mithilfe der IT optimiert werden. Im Studium lernt man auch, technisches Wissen mit Verständnis für organisatorische Zusammenhänge zu verbinden: Welche Abteilungen sind an einem Prozess beteiligt? Wie nehmen Mitarbeiter neue IT-Lösungen an? In den beiden letzten Bachelorsemestern können die Studenten je nach Hochschule eigene Schwerpunkte wählen, zum Beispiel Produktion und Logistik, Informationsmanagement, Digital Business, Gesundheitsinformatik, Medieninformatik, Consulting oder Unternehmensgründung. Praktika helfen dabei, sich beruflich zu orientieren. Viele Hochschulen organisieren zum Beispiel Forschungsprojekte und Exkursionen zusammen mit Unternehmen.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Wirtschaftsinformatik

  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen)
  • Interesse an (betriebs-)wirtschaftlichen Themen / (betriebs-)wirtschaftliches Grundverständnis
  • Interesse am / Bereitschaft zum interdisziplinären Arbeiten
  • Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Eignung, Hürden, Irrtümer

Zu Anfang des Studiums muss man noch nicht programmieren können. Wichtig sind aber analytisches Denken sowie gute Kenntnisse in Mathematik und Statistik. »Die Unterstützungsangebote der Hochschulen, wie Vorkurse, sollte man nutzen«, sagte Jan Marco Leimeister. Im Beruf präsentieren und diskutieren Wirtschaftsinformatiker Konzepte. Häufig erarbeiten sie diese in Teams mit Kollegen aus anderen Abteilungen und Ländern oder mit Kunden. Um Software nutzerfreundlich zu machen, müssen sie sich in Anwender hineinversetzen können. Dafür braucht man Kommunikationsgeschick und Einfühlungsvermögen. Auch Englisch sollte man gut beherrschen. An rund der Hälfte der Hochschulen gibt es für Wirtschaftsinformatik einen Numerus clausus, der oft im Zweierbereich liegt. Manchmal werden auch Auswahlverfahren mit Tests und Interviews veranstaltet.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie lassen sich Abläufe im Unternehmen mithilfe von IT verbessern?
  • Wie entwickelt man eine App, und wie bringt man sie erfolgreich auf den Markt?
  • Wie gewinnt man aus einer großen Datenmenge verwertbare Informationen?
  • Wie sieht der digitale Arbeitsplatz der Zukunft aus?
  • Wie schützt man persönliche Daten?
  • Welche Auswirkungen hätte ein Cyberwar auf mein Unternehmen?
  • Welche Software passt zu welcher Art von Unternehmen, und wie implementiert man sie am besten?
  • Wie ist man am Markt mit digitalen Geschäftsmodellen erfolgreich?

Übrigens

Wirtschaftsinformatiker untersuchen auch, welchen Einfluss Apps haben. So führte das Handyspiel Pokémon Go zum Beispiel dazu, dass sich Nutzer mehr bewegten.

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