1. Was soll ich studieren?
  2. CHE Hochschulranking
  3. Fächer
  4. Soziale Arbeit
Ranking wählen
Über das Fach

Soziale Arbeit studieren

In der Sozialen Arbeit geht es darum, Menschen zu helfen – im Alltag genauso wie in Problemsituationen.
Ein Artikel von Antonia Kelloms. Mitarbeit: Oliver Burgard.

Soziale Arbeit studieren
Rankingergebnisse für
Soziale Arbeit

Darum geht es

Sie helfen Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen, unterstützen Menschen mit Behinderungen, kümmern sich um Ältere, die nicht mehr allein zurechtkommen, arbeiten mit Suchtkranken oder begleiten Geflüchtete bei der Integration: Sachkundige in Sozialarbeit oder Sozialpädagogik unterstützen Menschen dabei, ihren Alltag zu bewältigen. Das Studium der Sozialen Arbeit ist interdisziplinär: Es umfasst pädagogische, soziologische, und psychologische Aspekte ebenso wie politikwissenschaftliche, betriebswirtschaftliche, medizinische und rechtliche. Angeboten wird es von staatlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen sowie einigen Unis. Manche Programme sind speziell: etwa Soziale Arbeit mit interkulturellem Schwerpunkt oder für Pflege- und Gesundheitsberufe. Personen mit einem Abschluss in Sozialer Arbeit sind gefragt: »In der Regel finden die meisten problemlos eine Stelle«, sagt Friso Ross von der Hochschule Kempten, Vorsitzender des Fachbereichstags Soziale Arbeit e. V.

Anzeige
Weiterführende Informationen
Alle Rankingergebnisse für das Fach Soziale Arbeit

Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Soziale Arbeit

  • Interesse an sozialwissenschaftlichen und -politischen Themen
  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten / Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • Sozialkompetenz / Empathie / emotionale Intelligenz
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • Offenheit / Aufgeschlossenheit / Neugierde / Innovationsfähigkeit
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Teamfähigkeit
  • soziales / gesellschaftliches Engagement, erste Erfahrungen im sozialen Bereich
  • Vorerfahrung durch Praktika oder Berufsausbildung
  • Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2014/15.

Anzeige

So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern geht es darum, die Bandbreite der Profession und mögliche Tätigkeitsfelder kennenzulernen. Methoden der Sozialen Arbeit werden theoretisch und praktisch vermittelt. Im Rollenspiel üben Studierende etwa, Familienstreite zu schlichten. Außerdem befassen sie sich mit Jura, Soziologie und Psychologie. Ab dem zweiten oder dritten Semester wird geschaut: Was macht das Jugendamt? Wie gelingt die Arbeit mit Zugewanderten oder Menschen mit Behinderung? Oft kommen Fachleute in die Seminare und berichten aus der Praxis. Zum Studium zählen auch Praktika und Praxisprojekte, vielerorts im vierten Semester. Um die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter zu erhalten, müssen Studierende ein Praktikum von mindestens 100 Tagen in sozialen Einrichtungen, Vereinen oder Behörden nachweisen. Je nach Bundesland sind die Voraussetzungen unterschiedlich geregelt. Nach dem Bachelor fangen die meisten an zu arbeiten, es ließe sich aber auch ein Master dranhängen.

Suchmaschine für Studiengänge
Alle Studiengänge für Soziale Arbeit deutschlandweit
Studiengänge finden

Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie fördert das Jugendamt Familien und junge Menschen im Alltag?
  • Was sind die Aufgaben von Streetworkern?
  • Wie bringt man Menschen dazu, Unterstützungsangebote anzunehmen?
  • Was versteht man unter einer posttraumatischen Belastungsstörung?
  • Wie kann man die nötige Distanz wahren?
  • Wie kann das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung gelingen?
  • Welche speziellen Bedürfnisse haben Zugewanderte im Rentenalter?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du empathisch und wertschätzend bist, denn das ist wichtig im Beruf. Du begegnest häufig Menschen, die von der Gesellschaft als gescheitert angesehen werden, und erarbeitest Möglichkeiten mit ihnen, den Alltag weitgehend selbstständig zu bewältigen. Man muss zuhören können, komplexe Situationen verstehen und braucht Durchsetzungsvermögen. Die Balance zwischen menschlicher Nähe und professioneller Distanz zu halten ist wichtig. Auch mit Rückschlägen muss man klarkommen. »Wenn die Dinge nicht so laufen wie erhofft, kann das frustrieren«, sagt Friso Ross. Wer keine Ausbildung etwa als Erzieher oder Heilerziehungspfleger mitbringt, sollte vorher einen Freiwilligendienst oder ein Praktikum machen, um zu testen, ob ihm der Beruf liegt.

Gibt es einen NC?

Mehr als die Hälfte der Studiengänge ist zulassungsbeschränkt, der NC liegt häufig zwischen Zwei und Drei. Manche Hochschulen setzen ein passendes Berufspraktikum voraus.