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Über das Fach

BWL studieren

BWL befasst sich damit, wie Unternehmen funktionieren.
Ein Artikel von Maria Retter. Mitarbeit: Christian Heinrich.

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BWL

Darum geht es

In BWL lernst du, wie verschiedene Abteilungen eines Betriebs zusammenarbeiten, wie man Unternehmen steuert und was sie erfolgreich macht. Betriebswirtinnen und -wirte versuchen zum Beispiel, bei der Produktion Kosten zu sparen. Von ihnen wird erwartet, dass sie ein gutes Verständnis der Geschäftsprozesse haben und mit Veränderungen umgehen können. Derzeit wandelt sich vieles, etwa wenn Mitarbeiter an verschiedenen Standorten am selben Projekt zusammenarbeiten und dazu Videomeetings oder eine gemeinsame Softwareplattform nutzen. Betriebswirtinnen und -wirte gibt es in nahezu jedem Unternehmen, aber natürlich kann man nach dem Studium auch eigene Wege gehen: »Wer BWL studiert, erhält auch das nötige Knowhow, um direkt ein Start-up zu gründen«, sagt Joachim Eigler, Professor an der Uni Siegen und Vorsitzender des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultätentags. Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) und mittlerweile auch einige Universitäten schreiben im Bachelorstudium Praktika von drei bis sechs Monaten vor. Meist absolvieren Studierende sie in den höheren Semestern.

Weiterführende Informationen
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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach BWL

  • Interesse an (betriebs-)wirtschaftlichen Themen / (betriebs-)wirtschaftliches Grundverständnis (77 %)
  • Abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen (77 %)
  • Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft (54 %)
  • Selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium (53 %)
  • Argumentations- / Diskussionsfähigkeit (45 %)
  • Englischkenntnisse (44 %)
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken (42 %)
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken (40 %)
  • Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen (36 %)
  • Teamfähigkeit (34 %)
  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse (34 %)
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (34 %)

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2020/2021. Prozentangaben in Klammern: Anteil der befragten Professor(inn)en, die die jeweilige Voraussetzung genannt haben.

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So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern bekommst du einen Überblick über die Steuerung von Unternehmen in verschiedenen Bereichen wie Produktion, Vertrieb, Marketing und Personalwesen. Du beschäftigst dich mit Buchführung und lernst, wie man einen Jahresabschluss liest und erstellt. Hinzu kommen Mathe, Statistik, Informatik und ein Einblick in die Volkswirtschaftslehre. Wichtig sind auch privatrechtliche Grundlagen mit Fragen wie: Worauf sollte ich bei der Unterzeichnung eines Kreditvertrags unbedingt achten? Von Anfang an lernt man praxisorientiert durch Fallstudien, Gruppenarbeiten und Projekte. Ein Vertriebskonzept für ein reales Unternehmen zu erstellen, kann ein solches Projekt sein, ein anderes, die Kosten für eine Umstellung des Produktionsprozesses zu berechnen. An vielen Hochschulen setzt man in höheren Semestern Schwerpunkte und konzentriert sich auf ein Teilgebiet wie Personalmanagement, Controlling (damit bezeichnet man die Planung und Steuerung von Unternehmensbereichen), Innovationsmanagement, Marketing oder Finanzen.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie formuliert man eine Strategie für ein Unternehmen und wie setzt man sie um?
  • Wie stellt man ein Produkt günstig her?
  • In was soll das Unternehmen investieren?
  • Was bringt Werbung in Social Media?
  • Wie können Firmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen?
  • Wie nutzt man Daten und IT, um Geschäftsprozesse zu verbessern?
  • Wie findet man geeignete Mitarbeiter, und was motiviert sie?
  • Wie verfasst man einen Businessplan?
  • In welchen Feldern und unter welchen Bedingungen sollte ein Unternehmen mit anderen Unternehmen kooperieren?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du Prozesse effektiv und gewinnbringend gestalten willst. Dabei hast du zwar mit Zahlen zu tun, aber es geht auch um Menschen: Was will der Kunde? Welche Mitarbeiter passen zur Unternehmenskultur? Wer verfolgt welche wirtschaftlichen Interessen? Indem man sich immer wieder mit solchen Fragen beschäftigt, lernt man, ökonomisch zu denken. Die kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Grundfächer wie Rechnungswesen und Buchhaltung kommen in der Schule kaum vor und sind daher für viele Studierende neu und herausfordernd. »BWL heißt nicht nur, Gewinne zu maximieren, sondern auch, auf soziale Verträglichkeit und gesellschaftliche Verantwortung zu achten«, betont Hans Klaus, BWL-Professor an der Fachhochschule Kiel. Für Absolventinnen und Absolventen kämen nicht nur Stellen in der klassischen Wirtschaft infrage. »Sie können zum Beispiel auch als Manager einer Hilfsorganisation arbeiten.«

Gibt es einen NC?

Rund ein Drittel der Studiengänge hat einen NC. Er kann je nach Hochschule stark schwanken, häufig liegt er zwischen 1,5 und 2,5.