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Über das Fach

Politikwissenschaft studieren

Die Politikwissenschaft beschäftigt sich mit politischen Institutionen, Prozessen und Inhalten.
Ein Artikel von Antonia Kelloms. Mitarbeit: Oliver Burgard.

Politikwissenschaft studieren
Rankingergebnisse für
Politikwissenschaft / Sozialwissenschaften

Darum geht es

Wie können Bewegungen wie Black Lives Matter und Fridays for Future eine politische Wirkung erreichen? Welche politischen und sozialen Folgen hat die Corona-Pandemie? Warum wurde Donald Trump in den USA als Präsident nicht wiedergewählt? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die Politikwissenschaft. Sie vergleicht die politischen Systeme verschiedener Länder und befasst sich mit politischer Ökonomie, politischen Theorien oder der Konfliktforschung. »Aktuelle, konkrete Themen und komplexe Theorien – diese Mischung macht unser Fach so spannend«, sagt Claudia Ritzi, Professorin für Politikwissenschaft an der Uni Trier und Vorstandmitglied der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW). Auch Nachbarfächer werden einbezogen. Zu den wichtigsten gehören Soziologie, Wirtschaftswissenschaften, Jura, Geschichte, Kommunikationswissenschaft und Philosophie. Das Politikstudium erschöpft sich aber nicht in Theorien – die Studierenden lernen zum Beispiel auch, wie sie Wahlergebnisse oder gesellschaftliche Trends mithilfe statistischer Methoden analysieren können.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Politikwissenschaft / Sozialwissenschaften

  • Interesse an Politik
  • Interesse an der Auseinandersetzung mit Theorien
  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten / Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen)
  • Argumentations- und Diskussionsfähigkeit
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbstmanagement
  • gute Allgemeinbildung
  • Englischkenntnisse

Quelle: Professor*innenbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2021/2022.

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So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern stehen die großen Teildisziplinen des Fachs im Vordergrund: Vergleichende Regierungslehre, Politische Systeme, Internationale Beziehungen und Politische Theorie. Außerdem lernen die Studierenden in Methodenkursen, wie man Statistiken auswertet, Umfragen konzipiert und computergestützte Textanalysen durchführt. In höheren Semestern werden die genannten Themenbereiche vertieft. Daneben bieten die Universitäten auch Wahlkurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Das kann Europa oder Asien sein, Innenpolitik, internationale Vergleiche oder auch Methodenlehre und Statistik. Man sollte sich darüber vor Beginn des Studiums informieren. An den meisten Unis sind Praktika verpflichtend, die in der Regel in den Semesterferien gemacht werden. Die Studierenden können etwa bei Parteien und Verbänden oder in Medien erste Berufserfahrungen sammeln. Im Master können sich die Absolventen dann spezialisieren, etwa auf Internationale Beziehungen, Demokratieforschung oder Politikmanagement.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie verändern populistische Bewegungen politische Prozesse?
  • Welche Bedeutung hat Karl Marx für die linke Politik von heute?
  • Wie ist die Europäische Union aufgebaut, und welche Zukunft hat sie?
  • Wie reagieren unterschiedliche Regierungen auf den Klimawandel?
  • Wie können sich Bürger an politischen Prozessen beteiligen?
  • Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Gewaltenteilung?
  • Wie verändern soziale Medien wie Twitter die politische Kommunikation?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du dich dafür interessierst, wie Gesellschaften funktionieren, und das politische Tagesgeschehen verfolgst. Außerdem solltest du gern viel lesen und mit theoretischen Texten, auch auf Englisch, gut zurechtkommen. »Viele glauben, dass wir im Seminar persönliche politische Standpunkte diskutieren, doch das passiert eher selten«, sagt Florian Grotz, Politikprofessor an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP). Besprochen werden stattdessen politische Theorien und die Frage, wie man diese anwenden kann. Wichtig ist auch ein Interesse an Zahlen und Daten. »Man muss kein Mathe-Genie sein, aber eine solide statistische Ausbildung ist wichtig, um die Forschung zu begreifen«, sagt Claudia Ritzi. Politikwissenschaftler sind später in der Politikberatung, als wissenschaftliche Mitarbeiter für Parlamentsabgeordnete, als Journalisten oder in der Industrie tätig, wo sie beispielsweise Lobbyarbeit leisten.

Gibt es einen NC?

Mehr als die Hälfte der Studiengänge hat einen NC, oft liegt dieser im Zweierbereich.