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Über das Fach

Politikwissenschaft studieren

Politikwissenschaftler beschäftigen sich mit politischen Prozessen und Institutionen.
Ein Artikel von Antonia Kelloms

Politikwissenschaft studieren
Rankingergebnisse für
Politikwissenschaft / Sozialwissenschaften

Darum geht es

Sind CDU und SPD heute noch Volksparteien? Inwiefern ist die Demokratie durch den Rechtspopulismus bedroht? Mit solchen Fragen setzen sich Politikwissenschaftler auseinander. Außerdem vergleichen sie die politischen Systeme verschiedener Länder miteinander, behandeln politische Theorien, politische Ökonomie oder Friedens- und Konfliktforschung. »Wir beschäftigen uns mit den Regelungen des Zusammenlebens – von der Innenpolitik bis hin zur Organisation der Welt«, sagt Manuel Fröhlich, Politikprofessor an der Uni Trier und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Politik. Das Politikstudium erschöpft sich dabei nicht in Theorien – die Studierenden lernen zum Beispiel auch, Wahlergebnisse oder gesellschaftliche Trends mit statistischen Methoden zu analysieren. Sie nutzen immer stärker Ansätze und Denkweisen verschiedener Fachrichtungen. Zu den wichtigsten Nachbarwissenschaften gehören Soziologie, Ethnologie, Völkerrecht, Rechtswissenschaft und Geschichte.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Politikwissenschaft / Sozialwissenschaften

  • Interesse an Politik
  • Interesse an der Auseinandersetzung mit Theorien
  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten / Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen)
  • Argumentations- und Diskussionsfähigkeit
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbstmanagement
  • Englischkenntnisse

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2015/16

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So läuft das Studium ab

Der Lernstoff der ersten Semester fußt an den meisten Unis auf drei Säulen: Vergleichende Regierungslehre, internationale Beziehungen und politische Theorie. Auf diesen Gebieten lernen die Studierenden zunächst die Grundlagen, in höheren Semestern vertiefen sie ihre Kenntnisse auf einem der drei Gebiete. Neben den Einführungen, den Methodenkursen und den Vertiefungsmodulen bieten die Universitäten auch Wahlkurse an. Das kann Friedens- und Konfliktforschung sein oder Europäische Integration – aber auch ein ganz anderer Schwerpunkt, je nach Institut. Manche beschäftigen sich vor allem mit Europa oder Asien, an anderen steht die Innenpolitik oder der internationale Vergleich im Mittelpunkt, wieder andere Institute befassen sich besonders intensiv mit Methoden und Statistik. Man sollte sich darüber vor Beginn des Studiums informieren. An den meisten Unis sind Praktika verpflichtend. Die Studierenden können etwa bei Parteiverbänden oder in Redaktionen Berufserfahrung sammeln. Da das Studium internationaler wird, werden auch Auslandspraktika immer häufiger. Zum Abschluss des Studiums, in der Regel im sechsten Fachsemester, schreiben die Studierenden ihre Bachelorarbeit. Das Thema wählen sie selbst, vielerorts gibt es dazu begleitende Seminare. Im Master können sich die Absolventen spezialisieren, etwa auf internationale Beziehungen oder Politikmanagement.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Was definiert einen Staat?
  • Wie unterscheiden sich Aufgaben und Rollen von Premierminister und Präsident in verschiedenen Regierungssystemen?
  • Wie ist die Europäische Union aufgebaut – und welche Zukunft hat sie?
  • Bedroht der weltweit zunehmende Nationalismus Zusammenschlüsse wie EU oder UN?
  • Wie verändert sich die politische Kommunikation durch die neuen Medien?
  • Welchen Einfluss hat China in Afrika?
  • Wie verändert die Präsidentschaft von Trump die internationale Zusammenarbeit?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du viel liest, auch gern auf Englisch, und dich für das politische Tagesgeschehen interessierst. »Das Politikstudium ist keine Ausbildung zum Politiker«, stellt Manuel Fröhlich klar. Eine politische Meinung zu haben ist das eine, Politik wissenschaftlich zu analysieren etwas ganz anderes. »Es reicht nicht, einfach nur politisch interessiert zu sein«, sagt Armin Schäfer, Professor für Politikwissenschaft an der Uni Münster und Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW). Politikwissenschaftler sind später häufig in der Politikberatung tätig, als wissenschaftliche Mitarbeiter für Parlamentsabgeordnete, als Journalisten oder auch in der Industrie, wo sie beispielsweise Lobbyarbeit leisten. Es ist ratsam, schon im Studium ein Praktikum im Bundestag zu machen, bei einem Verband oder einer Partei.

Gibt es einen NC?

Rund zwei Drittel der Studiengänge in Politik haben einen NC. Mancherorts muss man einen Auswahltest bestehen.

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