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Anglistik / Amerikanistik studieren

Die Anglistik/Amerikanistik beschäftigt sich mit Sprache, Literatur und Kultur englischsprachiger Länder.
Ein Artikel von Gabriele Meister

Anglistik / Amerikanistik studieren
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Anglistik / Amerikanistik

Darum geht es

Sie lesen Jane Austen und James Baldwin oder untersuchen, wie in Südafrika und Indien Englisch gesprochen wird: Anglisten und Amerikanisten beschäftigen sich wissenschaftlich mit der Literatur, Kultur und Sprache von Gesellschaften in englischen Sprachräumen. Der Fokus der Anglisten liegt auf Großbritannien und dem Commonwealth. Amerikanisten haben die USA, Kanada und die Karibik im Blick, an einigen Unis auch afrikanische Länder. Daneben wächst die interdisziplinäre Forschung mit neuen Feldern wie »Environmental Humanities«, die sich damit befassen, wie sich Klimadebatten in englischsprachiger Literatur und Kunst niederschlagen. Absolventen arbeiten später beispielsweise in Kulturinstituten oder Stiftungen, aber auch in Verlagen oder in Kommunikationsabteilungen global agierender Unternehmen.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Anglistik / Amerikanistik

  • Interesse an Literatur / Lesefreude und -bereitschaft
  • Interesse an Kultur
  • Internationale, interkulturelle Aufgeschlossenheit / Interesse an internationalen Themen
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz und Textverständnis)
  • Argumentations- / Diskussionsfähigkeit
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • gute Englischkenntnisse

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

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So läuft das Studium ab

Meist werden Anglistik und Amerikanistik in Kombination angeboten, teils auch als »English and American Studies« oder »British and American Studies«. In der Regel untergliedert sich das Studium in Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Sprachwissenschaft und Sprachpraxis. In der Literaturwissenschaft beschäftigt man sich mit der Geschichte und Theorie von Texten, vom mittelalterlichen »Beowulf« bis zu Graphic Novels wie Alison Bechdels »Fun Home«. In der Kulturwissenschaft geht es etwa darum, wie Bücher und Filme Identitäten, Alltags- und Protestkultur prägen. In der Sprachwissenschaft lernen die Studierenden, wie die englische Sprache aufgebaut ist und wie sie verwendet wird, untersuchen deren historische Entwicklung und betrachten, wie sich das Englisch in verschiedenen Regionen und zwischen sozialen Gruppen unterscheidet. Die fachliche Ausbildung wird von sprachpraktischen Kursen begleitet. Hier übt man in kleinen Gruppen Konversation oder schreibt Essays auf Englisch. Auslandsaufenthalte sind auf jeden Fall empfehlenswert, wenn auch nicht immer vorgeschrieben.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie und warum hat sich die englische Sprache seit dem Mittelalter verändert?
  • Warum sind US-Serien so erfolgreich?
  • Wie wichtig sind Romane, Gedichte und Theaterstücke für den Erhalt demokratischer Gesellschaften?
  • Wie reagiert Literatur auf globale Herausforderungen wie Digitalisierung und Artensterben?
  • Warum gibt es oft alternative Vergangenheitsformen wie »dreamed« und »dreamt«?
  • Was sagen uns Shakespeare und Melville heute?
  • Wie haben die neuen Medien den politischen Diskurs verändert?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du nicht nur gern Englisch sprichst oder internationale Filme auf Netflix streamst, sondern dich auch für die Kulturen anderer Länder interessierst und Freude am theoretischen Denken hast. »Wer an die Uni kommt, um Englisch zu studieren, erlernt nicht nur eine Fremdsprache. Wir setzen uns wissenschaftlich mit Sprache, Literatur und Kultur auseinander«, sagt Catrin Gersdorf, Amerikanistikprofessorin an der Uni Würzburg und Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien. Gutes Alltagsenglisch reicht nicht aus. Am besten schon vor Studienbeginn viel auf Englisch lesen und Originalversionen schauen. Zudem sollte man sich für weltweite Entwicklungen interessieren, denn, wie Gersdorf sagt: »Amerikanisten und Anglisten untersuchen kulturelle und sprachliche Wechselwirkungen zwischen den USA, Großbritannien und anderen Ländern und Regionen der Welt.«

Gibt es einen NC?

Mehr als 70 Prozent der Unis haben keinen NC. Gibt es einen, liegt er beim B. A. zwischen Zwei und Drei, Lehramtsstudierende müssen teils eine Eins vor dem Komma mitbringen. Es kann vorkommen, dass ein Latinum verlangt wird, stattdessen kann man Kenntnisse einer zweiten modernen Fremdsprache nachweisen. Mancherorts gibt es Eignungstests.