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Psychologie studieren

Die Psychologie befasst sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen.
Ein Artikel von Florian Schumann. Mitarbeit: Gabriele Meister

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Psychologie

Darum geht es

Warum verhält sich jemand, wie er sich verhält? Welche Auswirkung hat die Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Psychologie, die Wissenschaft vom menschlichen Erleben und Verhalten. Sie steht an der Schnittstelle zwischen Natur- und Sozialwissenschaft und arbeitet deshalb mit unterschiedlichen Methoden, etwa mit Persönlichkeitstests oder Intelligenztests, aber auch mit Verhaltensbeobachtungen oder Interviews. Manchmal nutzt die Psychologie auch physiologische Methoden, wie Elektroenzephalogramme (EEGs) oder die Messung von Körperwerten über Smartwatches.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Psychologie

  • Interesse am Umgang mit Menschen
  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten / Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen)
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • Sozialkompetenz / Empathie / emotionale Intelligenz
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Englischkenntnisse

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17

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So läuft das Studium ab

Der Bachelor dauert in der Regel sechs Semester. Zu Beginn erhalten die Studierenden einen Überblick: Allgemeine Psychologie steht genauso auf dem Programm wie Sozialpsychologie oder die Differentielle Psychologie, die sich mit Unterschieden zwischen Menschen beschäftigt. Weitere Themengebiete sind Entwicklungspsychologie, Klinische Psychologie, Pädagogische Psychologie sowie Arbeits- und Organisationspsychologie. Die Studierenden lernen, Tests zu entwickeln, zum Beispiel zum Thema Selbstwertgefühl. Das geht nicht ohne methodisches Wissen: In Statistik befassen sie sich damit, wie man Daten erhebt und auswertet und welche Kriterien wissenschaftliche Studien erfüllen müssen. Auch Pflichtpraktika gehören dazu: in einer Klinik, bei einer Beratungsstelle, in der Personalabteilung eines Unternehmens oder einer Forschungsstelle. Achtung: Wer als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut arbeiten will, muss einen Bachelor wählen, der für einen Master mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie qualifiziert. Die meisten Studiengänge mit dem Abschluss »Psychologie B.Sc« an Universitäten tun das, man sollte aber jeweils checken, ob der Wunschstudiengang die Voraussetzung erfüllt. Nach diesem Master erfolgt eine staatliche Prüfung, dann kann man sich noch weiter qualifizieren und etwa auf die Therapie von Kindern und Jugendlichen spezialisieren.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie hängen Triebe und Verhalten zusammen?
  • Was sagt unser Umgang mit dem Smartphone über unsere Persönlichkeit aus?
  • Wann ist man eine gute Führungskraft?
  • Wie überwinden Geflüchtete ein Trauma?
  • Welchen Einfluss hat frühe Bildung auf Chancengleichheit?
  • Welche psychischen Folgen hat Isolation?
  • Wie verändert sich die Intelligenz eines Menschen im Laufe seines Lebens?
  • Wie beeinflussen Hormone unser Wohlbefinden?
  • Wie entsteht prosoziales Verhalten bei Kindern?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du dich dafür interessierst, wie Menschen die Welt erleben und warum sie sich so verhalten, wie sie es tun. Das allein reicht jedoch nicht, du musst auch mit Mathe klarkommen. »Man braucht solide Grundlagen in Statistik. Schließlich müssen die Studierenden Studien verstehen und beurteilen können, wie zum Beispiel verschiedene Therapien wirken«, sagt Markus Bühner, Professor an der LMU München und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Gutes Englisch braucht man ebenfalls, um die Fachliteratur zu verstehen. Für ein Psychologiestudium sollte man sich nicht deshalb entscheiden, weil man eigene Probleme lösen will. Studierende müssen vielmehr psychisch stabil sein und sich auch selbst hinterfragen können. Rund drei Viertel aller Studierenden sind Frauen.

Gibt es einen NC?

An staatlichen Unis haben Psychologiestudiengänge in der Regel einen NC nahe 1,0. Eine Ausnahme ist die Fern-Uni Hagen. Wegen des Andrangs gibt es immer mehr Studienangebote an privaten Hochschulen. Sie verlangen jedoch teils hohe Gebühren und qualifizieren nicht immer für eine Ausbildung zum Psychotherapeuten.