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Über das Fach

Geografie studieren

In der Geografie geht es um das Zusammenspiel von Mensch und Umwelt.
Ein Artikel von Daniel Kastner. Mitarbeit: Christian Heinrich.

Geografie studieren
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Geografie

Darum geht es

Die Studierenden erforschen, wie die Umwelt den Menschen prägt und der Mensch die Umwelt. Sie befassen sich mit ganz unterschiedlichen Lebensräumen, von Spitzbergen bis Feuerland, von der lokalen bis zur globalen Ebene. »Fast jede Region auf der Welt bietet für Geografen eine wahre Schatztruhe an Erkenntnissen«, sagt Werner Gamerith, Geografieprofessor an der Uni Passau und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geographie. Mit Satellitenund Lasertechnik vermessen sie die Höhenprofile von Gletschern in der Antarktis, versuchen abzuschätzen, wie Maßnahmen, die auf Weltklimakonferenzen beschlossen wurden, sich global und regional auswirken, und untersuchen die Ursachen und Folgen von Migration. Dazu brauchen sie ein breites Wissen, nicht nur aus den Naturwissenschaften, sondern auch aus der Politik- und Kulturwissenschaft, aus Kunstgeschichte und Architektur. Das Fach besteht deshalb aus den Bereichen Humangeografie und Physische Geografie.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Geografie

  • Interesse an gesellschaftspolitischen Themen und Umweltthemen
  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten / Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • Interesse am / Bereitschaft zum interdisziplinären Arbeiten
  • Internationale, interkulturelle Aufgeschlossenheit
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen)
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
  • Englisch- und Fremdsprachenkenntnisse

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2015/16

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So läuft das Studium ab

Die Humangeografie befasst sich mit Struktur und Dynamik von Gesellschaften und Kulturen und damit, wie Menschen ihr Lebensumfeld wirtschaftlich, ökologisch und politisch formen. Themen sind etwa das weltweite Städtewachstum, Migration, Mobilität, Flucht und räumliche Ungleichheit. Klassische Bereiche der Physischen Geografie wiederum sind Landschaftsentwicklung, Naturrisiken und biologische Vielfalt. »Ob Klimawandel, Elektromobilität oder Migration – wer Geografie studiert, beschäftigt sich mit nahezu allen zentralen Herausforderungen der Gesellschaft«, sagt Werner Gamerith. In praktischen Lehrveranstaltungen werten die Studierenden unter anderem Satelliten- und Luftbilder aus. In der Humangeografie lernen sie, standardisierte Befragungen zu entwerfen und Interviewtechniken anzuwenden, etwa zum Konsumverhalten oder zum Umweltbewusstsein. In der Physischen Geografie analysieren sie Boden- und Wasserproben oder die Jahresringe von Bäumen. »In der Natur und im Labor zu arbeiten gehört genauso zur Geografie wie der Umgang mit Menschen und anderen Kulturen«, sagt Gamerith. Im Studium macht man Exkursionen und Geländepraktika, um zum Beispiel das Ausmaß der Gletscherschmelze in den Alpen zu erfassen oder zu erforschen, wie die Menschen in Südamerika mit dem Klimaphänomen El Niño umgehen. Manche Exkursionen dauern einen halben Tag, andere ein paar Wochen. Die Kosten dafür müssen zum Teil selbst übernommen werden. Für längere Aufenthalte kann man sich um Stipendien bemühen.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wieso entwickeln sich Länder mit weniger Ressourcen oft besser als solche mit vielen?
  • Wie interpretiert man Satellitenaufnahmen?
  • Mit welchen Konzepten kann man Zersiedelung und Flächenverbrauch reduzieren?
  • Wie sollten die Routen von Fernbuslinien sinnvollerweise verlaufen?
  • Was bedeuten Wüstenbildung und steigende Meeresspiegel für menschliche Siedlungen?
  • Was bedeutet das zunehmende Stadt- Land-Gefälle für die Menschen und die betroffenen Regionen?
  • Wie wird sich eine Region oder Stadt in den nächsten Jahrzehnten entwickeln?
  • Wie wirken sich Großbauprojekte wie Flughäfen oder Staudämme auf das Umland aus?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du lernen möchtest, die unterschiedlichen Denk- und Arbeitsweisen der Natur- und Gesellschaftswissenschaften miteinander zu verknüpfen. Das macht den Reiz des Studiums aus, ist aber gerade am Anfang nicht leicht. Die Studierenden haben mehr mit Physik, Chemie und Mathematik zu tun, als viele erwarten, zum Beispiel wenn es um den Wärmehaushalt der Erde oder um Verwitterungsprozesse geht. Auch statistische Datenauswertung ist ein Handwerkszeug der Geografie. Für die Forschung im Gelände bei Wind und Wetter braucht man Kondition. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen ist ebenfalls hilfreich.

Gibt es einen NC?

Rund die Hälfte der Studiengänge hat einen NC. Häufig liegt er zwischen Zwei und Drei.

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