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Über das Fach

Sport / Sportwissenschaft studieren

Die Sportwissenschaft beschäftigt sich mit Sport in Theorie und Praxis.
Ein Artikel von Florian Schumann. Mitarbeit: Gabriele Meister.

Sport / Sportwissenschaft studieren
Rankingergebnisse für
Sport / Sportwissenschaft

Darum geht es

Unter welchen Bedingungen erbringen Sportler Höchstleistungen? Wie kann Sport die Gesundheit fördern? Wie verhindert man dabei Verletzungen? Um Fragen wie diese dreht sich die Sportwissenschaft. Unterrichtet werden Theorie und Praxis. So haben die Studierenden morgens etwa eine Vorlesung über die Anatomie des menschlichen Bewegungsapparates, spielen dann Fußball, hören nachmittags eine Vorlesung in Statistik und haben hinterher noch Schwimmunterricht. In der Pandemie wechselte man auf Online-Seminare. Für das praktische Training, das weiterhin stattfand, wurden die Gruppen verkleinert. Wer auf Lehramt studiert, muss nicht nur fit und in vielen Sportarten gut sein, er sollte Bewegungsabläufe auch gut erklären können. Alle anderen haben weniger praktische Übungen und lernen mehr Theorie, zum Beispiel, welche Techniken beim Skilanglauf optimal sind oder wie man aus den Daten von Laufuhren Informationen über das Training herausliest. Später arbeiten die Absolventen zum Beispiel in der Sportartikelindustrie, bei Sportvereinen, aber auch bei Krankenkassen. Man kann sich also auch für ein Sportstudium entscheiden, ohne Spitzensportler zu sein. Trotzdem: »Die meisten Studierenden sind sportbegeistert und verbringen jede freie Minute damit«, sagt Ansgar Schwirtz, Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft und Professor an der TU München.

Weiterführende Informationen
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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Sport / Sportwissenschaft

  • Sportbegeisterung, sportliche Vorerfahrungen
  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten / Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens
  • Interesse am / Bereitschaft zum interdisziplinären Arbeiten
  • sportmotorische Fähigkeiten / Bewegungskompetenz
  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion
  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit (inkl. Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen)
  • Offenheit / Aufgeschlossenheit / Neugierde / Innovationsfähigkeit
  • Sozialkompetenz / Empathie / emotionale Intelligenz
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
  • speziell für Studiengänge mit Lehramtsbefähigung: Pädagogische und didaktische Fähigkeiten

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2015/16

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So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern lernen alle Studierenden die Grundlagen in Anatomie, Physiologie, Trainingswissenschaft und Forschungsmethoden. Die Hochschulen bieten unterschiedliche Schwerpunkte an, zum Beispiel Sportökonomie, Sportmanagement, Leistungssport oder Sport und Freizeit. Immer wichtiger wird der Ansatz, dass Sport zu jeder Phase des Leben gehört. Viel Forschung findet zu Prävention und Rehabilitation statt. Wer Lehrer werden möchte, muss in der Regel ein zweites Fach und Fachdidaktik belegen und Prüfungen in verschiedenen Sportarten bestehen.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie lernt man einen Bewegungsablauf am besten?
  • Wie beeinflusst die Psyche die Leistung im Team?
  • Wie motiviert man Kinder dazu, sich mehr zu bewegen?
  • Wie organisiert man große Sportevents?
  • Wie hält man sich im Alter gesund?
  • Wie trainiert man für einen Wettkampf?
  • Wie gesund ist E-Sport?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... du dich nicht nur für Sport begeisterst, sondern auch ausdauernd und hartnäckig bist. »Sport ist kein Erlebnisstudium«, warnt Schwirtz. Für die Bewerbung zum Lehramtsstudium ist eine große Hürde die Sporteignungsprüfung, die meist Pflicht ist. Sie dauert ein oder zwei Tage, man muss dabei in Disziplinen wie Leichtathletik, Turnen, Schwimmen und einer Ballsportart bestehen. »Wer motiviert ist und trainiert, schafft die Prüfung, aber es gibt auch immer wieder Leute, die noch nie 100 Meter auf Zeit geschwommen sind. Das ist keine gute Voraussetzung«, sagt Schwirtz. Man sollte auch an Forschung interessiert sein, zum Beispiel daran, wie man mit dem Bewegungsdrang von Menschen mit Demenz umgehen kann. Viel Forschungsliteratur ist auf Englisch, daher sollte man die Sprache gut können. Auch mathematisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse helfen, es wird viel berechnet, zum Beispiel die Flugbahn eines Speers oder wie der Körper Kohlenhydrate verbrennt. »Man muss lernen, Studien zu lesen und zum Beispiel einschätzen, wie eine Trainingseinheit auf einen übergewichtigen 60-Jährigen nach einer Hüft-OP wirkt – ähnlich wie ein Apotheker wissen muss, wie Medikamente wirken«, sagt Schwirtz.

Gibt es einen NC?

Etwa die Hälfte der Universitäten hat einen NC, der allerdings stark schwankt. Manche Universitäten führen auch Interviews mit Bewerberinnen und Bewerbern durch.