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Elektrotechnik und Informationstechnik studieren

Wer E- und I-Technik studiert, lernt, Geräte und Verfahren zu entwickeln, die Energie oder Informationen erzeugen, speichern und verarbeiten.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger. Mitarbeit: Gabriele Meister.

Elektrotechnik und Informationstechnik studieren
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Elektrotechnik und Informationstechnik

Darum geht es

Viele Entwicklungen hängen an der Elektrotechnik. Sie macht das Internet der Dinge erst möglich, ebenso wie Smartphone-Sensoren, die zum Beispiel den Alkoholgehalt im Atem messen können, OP-Roboter, denen kleinste Schnitte mit höchster Präzision gelingen, oder selbstfahrende Autos. »Wir leben in einer Zeit rasanter Entwicklungen. Inzwischen können wir Datenmengen übertragen, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar waren. Das ist auch das Verdienst von Elektrotechnikern«, sagt Andreas Schütze, Professor an der Universität des Saarlandes und stellvertretender Vorsitzender des Fakultätentags für Elektrotechnik und Informationstechnik. Diskussionen um Ethik und Sicherheit gewinnen an Gewicht, beispielsweise wenn Staubsaugerroboter detaillierte Karten von der Wohnung anlegen, die potenziell auch Einbrecher interessieren. Weitere aktuelle Themen sind Ressourceneffizienz, erneuerbare Energien, E-Mobilität und Medizintechnik.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Elektrotechnik und Informationstechnik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17.

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So läuft das Studium ab

Die Studierenden lernen, wie man Energie erzeugt, speichert und nutzt. Zunehmend geht es dabei um erneuerbare Energien und E-Mobilität. In der Informationstechnik steht die Signal- und Nachrichtenübertragung im Vordergrund. Wichtiger werden lernfähige Systeme, also Datenbanken, mobile Anwendungen oder Netzwerke, die sich selbst steuern können. Dies kann zum Beispiel für autonome Fahrzeuge genutzt werden. In den ersten Semestern geht es um theoretische Grundlagen, neben Mathe und Physik stehen beispielsweise Vorlesungen über elektromagnetische Felder und Wellen, aber je nach Studiengang auch technische Mechanik und Antriebstechnik auf dem Stundenplan. Die Studierenden lernen, wie man analoge und digitale Schaltungen entwirft, Daten verarbeitet und Informationen überträgt. Ab dem dritten oder vierten Semester arbeiten sie in Laboren an praktischen Aufgaben und üben den Umgang mit Prüf- und Messgeräten. Wer an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) studiert, verbringt oft ein Praxissemester in der Industrie, an den Unis finden Praxisprojekte parallel zu den Vorlesungen und Übungen statt, teilweise gibt es Pflichtpraktika. In den höheren Bachelorsemestern beginnt man, Schwerpunkte zu setzen. Verbreitet sind unter anderem Automatisierungstechnik, Informationstechnik, Energietechnik und Medizintechnik. Innerhalb dieser Berufsfelder kann man sich weiter spezialisieren, etwa auf Nanoelektronik oder Energie- und Antriebstechnik.

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie sind Prozessoren aufgebaut?
  • Lässt sich elektrische Energie auch in großer Menge speichern?
  • Wie muss man Roboter bauen, damit Menschen sie akzeptieren?
  • Wie filtert man aus großen Datenmengen relevante Informationen?
  • Welche ethischen Fragen wirft die Medizintechnik auf?
  • Wie kann man leistungsfähigere Batterien entwickeln?

Das Fach passt zu dir, wenn...

… du gern wissen möchtest, wie Geräte funktionieren, zum Beispiel wie Autos selbstständig fahren können. Außerdem solltest du abstrakt und kreativ denken können und Kommunikationstalent besitzen. »Das sind die wichtigsten Voraussetzungen. Man muss nicht unbedingt eine Eins in Mathe und Englisch mitbringen«, sagt Kira Kastell, Professorin der Frankfurt University of Applied Sciences und Vorsitzende des Fachbereichstags Elektrotechnik und Informationstechnik. Sie rät dazu, in den Ferien ein Schnupperstudium zu absolvieren oder bei der Arbeitsagentur nach einem Praktikum zu fragen. »So kann man gut feststellen, ob einem das Fach liegt.« Viele Studierende sind in den ersten Semestern von der geballten Theorie überrascht, deshalb versuchen einige Hochschulen möglichst früh, Teamprojekte anzubieten und auf diese Weise einen Ausgleich zu schaffen.

Gibt es einen NC?

Rund ein Viertel der Studiengänge hat einen NC, die meisten Bewerber werden zugelassen.