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Elektrotechnik und Informationstechnik studieren

Studierende lernen, Verfahren und Geräte zu entwickeln, die Energie oder Informationen erzeugen und verarbeiten.
Ein Artikel von Madlen Ottenschläger. Mitarbeit: Gabriele Meister.

Elektrotechnik und Informationstechnik studieren
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Elektrotechnik und Informationstechnik

Darum geht es

Viele technische Entwicklungen basieren auf Fortschritten in der Elektrotechnik. Dazu zählen zum Beispiel selbstfahrende Autos, das »Internet der Dinge«, Smartphone-Sensoren, die den Alkoholgehalt im Atem messen, oder OPRoboter, denen kleinste Schnitte mit höchster Präzision gelingen. Die Elektro- und Informationstechnik ist auch die Grundlage für vieles, das in der Corona-Pandemie das Arbeitsleben oder das Homeschooling erleichtert hat, etwa Videokonferenzen und Streaming. »Das gilt nicht nur für die Daten- und Stromübertragung, sondern auch für die Datenerfassung, Datenverarbeitung und Datenspeicherung«, sagt Thilo Pionteck, Professor an der Universität Magdeburg und stellvertretender Vorsitzender des Fakultätentags für Elektrotechnik und Informationstechnik. Aktuelle Themen im Fach sind Medizintechnik, Ressourceneffizienz, Erneuerbare Energien und E-Mobilität. Eine immer größere Rolle spielen auch mobile Anwendungen wie Smart Watches oder Netzwerke, die sich selbst steuern.

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Voraussetzungen aus Sicht von Professoren für ein Studium im Fach Elektrotechnik und Informationstechnik

  • Affinität zur Mathematik / mathematische Vorkenntnisse
  • Affinität zu den Naturwissenschaften / naturwissenschaftliche Vorkenntnisse
  • Technikinteresse / technisches Grundverständnis
  • Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
  • abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
  • Lernbereitschaft / Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • selbstständiges, selbstorganisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2016/17.

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So läuft das Studium ab

In den ersten Semestern stehen neben Mathe und Physik auch Vorlesungen über elektromagnetische Felder und Wellen auf dem Stundenplan. Die Studierenden lernen, wie man analoge und digitale Schaltungen entwirft, Daten verarbeitet und Informationen überträgt. All das erfordert eine Menge Informatik und Programmieren. Spätestens ab dem dritten oder vierten Semester arbeiten die Studierenden in Laboren an praktischen Aufgaben. Sie überlegen dann zum Beispiel, wie man den Energieverbrauch einer Fabrik durch Eingriffe in die Steuerung reduzieren kann. Dabei üben sie den Umgang mit Prüf- und Messgeräten. Bei der Frage, wie man Strom erzeugt, speichert und nutzt, geht es auch im Studium zunehmend um erneuerbare Energien und E-Mobilität. In der Informationstechnik steht die Signal- und Nachrichtenübertragung, etwa via Mobilfunknetz, im Vordergrund. In den höheren Bachelorsemestern setzt man Schwerpunkte. Verbreitet sind unter anderem Automatisierungstechnik, Informationstechnik, Energietechnik, Medizintechnik und Mikroelektronik. Innerhalb dieser Felder kann man sich weiter spezialisieren, etwa auf die Nanoelektronik, die sich mit Schaltkreisen in der Größenordnung von Molekülen befasst. Das Praxissemester, an nahezu allen HAWs Teil der Studiums, verbringen Studierende zum Beispiel in IT-Abteilungen großer Betriebe oder direkt bei IT-Firmen. An den Unis gibt es teils Pflichtpraktika, auch diese befassen sich oft mit echten Fragestellungen aus Unternehmen. Ein Beispiel: Die Netzwerktechnik einer Telekommunikationsfirma schwächelt, wenn in den Stoßzeiten viele Kundinnen und Kunden gleichzeitig zugreifen. Was kann man verbessern?

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Typische Fragestellungen des Fachs

  • Wie werden Computerchips entworfen?
  • Wie kann die Energieffizienz von Prozessoren für Smartphones erhöht werden?
  • Wie kann überschüssiger Solarstrom gespeichert werden?
  • Wie lässt sich die Speicherkapazität von Batterien in Elektroautos erhöhen?
  • Wie können mehr Daten in kürzerer Zeit übertragen werden?
  • Warum erfordern KI-Anwendungen spezielle Hardwarebausteine?

Das Fach passt zu dir, wenn...

... es dich fasziniert, wie Geräte funktionieren, zum Beispiel, wie Autos selbstständig fahren können. Du solltest abstrakt und kreativ denken und Kommunikationstalent besitzen. »Das sind die wichtigsten Voraussetzungen. Man muss nicht unbedingt eine Eins in Mathe mitbringen«, sagt Kira Kastell, Professorin an der Frankfurt University of Applied Sciences und Vorsitzende des Fachbereichstags Elektrotechnik und Informationstechnik. Unentschlossenen rät sie, sich in den Schulferien mal ein paar Vorlesungen anzuhören – im Netz findet man Mitschnitte.

Gibt es einen NC?

Rund ein Fünftel der Studiengänge hat einen NC. Die meisten Angebote sind zulassungsfrei.